Wildschweinschäden auf Wiese mit Bodenfräse ausgleichen

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MSl1

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Hallo zusammen, Fragen an die Landwirte!

Auf unserer naturnahen Wiese gibt es ganze Bereiche mit zum Teil kniehohen Aufwühlungen, die die Wildschweine immer und immer dort machen.Geschätzt alles zusammen mehr als 1000 qm.

Ich will nun bevor die Wildschwein-Saison ins Volle geht mit einer Bodenfräse (Breite 1,30m) diese Bereiche wieder ausgleichen. Ich hoffe, dass die Grasnarbe so weit zerkleinert wird, dass sich alles wiede so halbwegs glatt auflegt. Ggf. muss ich auch mehrmals über die schlimmen Stellen fahren, eben von sehr hoher Stellung der Fräse nach und nach tiefer gehend. Ganz am Ende habe ich vor, ein vier Meter langes T-Stück an der MF35 zu hängen, damit die gefrästen Stellen abfahren, um alles noch ein bissel planer zu bekommen. Ich hoffe, das T-Stück purzelt nicht nur rum, sondern ebnet auch ein. Im kommenden Jahr, wenn alles schön geheilt ist, will ich dann wieder ganz normal mähen/mulchen können.

Sind meine Vorstellung so realisierbar?

Gibt es von eurer Seite noch ein paar Tipps aus eurer (jahrelangen) Erfahrung, die ich beachten sollte?

Und, ja. Im Internet gibt es einschlägige Videos und s...teure Anbaugeräte, die diese Arbeit in einem Gang machen, aber wer will sich das leisten. Mieten hier in der Nähe habe ich alles abgefragt. Die Dienstleister, die so etwas anbieten, sind leider alle viel zu weit weg. Da kostet die An- und Abfahrt mehr "als die Brühe wert ist". Also Selbst ist der Mann. :-)

Grüße
Mario

MF35 - Bj. 62 - SNFY291xxx
 
Meine Erfahrung: Nach einmal ordentlich durchfräsen (ich nehme an eine Umkehrfräse, langsam... sehr langsam) ist der Boden superfein, locker und eben. Da brauchst du nix mehr eben zu ziehen.

Der T-Träger wird sich in den lockeren Boden vermutlich einarbeiten... Ich würde eher eine Walze vorschlagen. Ansonsten freuen sich die Wildschweine noch mehr, dass du ihnen alles so schön auflockerst ;-)

Also: Fräsen, einsäen, walzen. Damit kannst du auch hervorragend Rasen herstellen ;-) Und anschließend Elektrozaun rundum, damit die Wutzen nicht nochmal auftauchen :-)

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Hier kurz mein Erfahrungsbericht dazu.

Die Bodenfräse hat leider nicht funktioniert. Dazu war das Gras an vielen Stellen einfach schon zu hoch gewachsen. Es hat sich dann um die Zinken-Welle gewickelt und dieser Bund hat zur Folge, dass die Fräsezinken nicht mehr in den Boden tieg genug schneiden.

Also habe ich entgegen aller Ratschläge meinen Schlegelmulcher genommen und bin in sehr! hoher Stellung im 1. Gang Low Range gefahren. Wenn es "zu dicke" kam, habe ich den Mulcher mit der Hydraulik weiter hoch genommen, damit der Motor sich nicht so quälen musste. Über diese Stellen dann noch einmal darüber und so nach und nach hat die Wiese nun wieder eine Fläche bekommen. Der Mulcher ist prima gelaufen und hat keinen Schaden genommen, obwohl ich schon "etwas Angst hatte". Ich hatte ich einfach zu viele Warnungen zu meinem Vorgehen gelesen. Aber nur der Mulcher war in der Lage das lange Gras ausreichend zu zerkleinern und gleichzeitig die Aufwerfungen auszugleichen, auch wenn es mehrere Schritte (Überfahrungen) brauchte.

Hier mal ein optischer Eindruck.

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(Die VORHER Bilder stammen aus dem Winter dieses Jahres, da war das Gras noch sehr kurz. Man sieht deutlich die enormen Schäden.
NACHHER ist von Ende Oktober, das Gras kam schon wieder etwas nach.)

MF35 - Bj. 62 - SNFY291xxx
 
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