Hab gewusst, dass die Frage kommt
Hätte ich damals nur einen Film darüber gedreht...
Also - pass auf: Man nimmt so einen einfachen, billigen, kleinen Stempelwagenheber. Wenn man verstanden hat, wie der funktioniert, ist es ganz einfach...
Außen rum ist der Blechmantel, da ist das Öl drin - dort muss später der Diesel rein. Die eigentliche Pumpe sitzt in der Fußplatte. Die Kolbenstange fährt nach oben aus - der Heber hebt. Das Zylinderrohr in dem die Kolbenstange läuft, ist mit der Fußplatte verschraubt und oben ist die Überwurfmutter drauf, welche a) den Blechmantel außen hält und b) die Kolbenstange oben mit einem Dichtring gegen das Zylinderrohr abdichtet.
Wenn man sich nun überlegt, dass die Kolbenstange deshalb ausfährt, weil man ja mit der Pumpe das Öl unten in das Zylinderrohr presst, muss man überlegen - was würde geschehen, wenn die Kolbenstange nicht ausfahren würde, oder wenn man weiter Pumpen würde, wenn die Kolbenstange in ihrer oberen Endlage ist - genau, es ist Druck unten im Zylinderrohr und an den "möchten wir ran". Denn dann haben wir eine "Hydraulikpumpe" und keinen Stempelheber mehr.
Man baut den Heber ganz auseinander - dazu schraubt man die Überwurfmutter oben ab, dann geht der Blechmantel runter. Ob man nun auch die Kolbenstange aus dem Zylinderrohr ziehen kann, weiß ich nicht mehr zu 100% - wenn nicht, müsste man das Zylinderrohr aus der Bodenplatte schrauben und die Kolbenstange nach unten raus nehmen. Die Kolbenstange hab ich in der Stellung, wo der Zylinder ganz ausgefahren ist, mit der Flex abgeschnitten. Dort ist es wichtig eine Längenzugabe zu lassen, dass nach dem Schweißen die Kolbenstange durch den Dichtring noch gut abgedichtet wird. Die abgeschnittene Kolbenstange muss man an der Seite verschließen - also entweder schweißt man wie ich, einen Hydraulikfitting drauf, oder man schneidet ein Gewinde, so dass man gar nicht schweißen muss.
Würde man das alles dann so wieder zusammenbauen, dann bliebe ein Problem : die abgesägte Kolbenstange, die würde ja, wenn kein Druck auf der Pumpe ist, nach unten in das Zylinderrohr fallen können. Jetzt weiß ich nicht mehr, wie ich das damals gelöst habe - ich meine mich aber zu erinnern, einfach ein Stück Winkelstahl genommen und innen in das Zylinderrohr gestellt zu haben, so dass die nun gekürzte Kolbenstange nicht nach innen in das Zylinderrohr fallen kann.
Nun ist die Pumpe auch schon fertig - aus dem "neuen" Gewinde am oberen Ende der Kolbenstange kann man Öl, bzw. Diesel unter Druck entnehmen. Nun braucht es dort nur noch einen Manometer und einen Anschluss für die Einspritzdüsen.