FE 35: Wasser kommt immer aus Kühlerüberlauf

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Jochen4

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Wie Ihr ja vielleicht wisst, habe ich mit meinem Vater einen FE 35 instandgesetzt. Siehe hier

Dieser Schlepper wurde nun inzwischen auch immer wieder gern gebraucht. Meistens zum Holzspalten. Er läuft eigentlich prima (bis auf die Tatsache, dass er kalt ganz schlecht anspringt), aber in 90% aller Fälle, also fast immer, kommt irgendwann Wasser aus dem Überlauf des Kühlers. Die Menge beträgt zwischen 400 und 800 ml. Ich fülle dann anschließend immer wieder so viel auf, dass das Netz des Kühlers gerade so bedeckt ist.

Wie kommt es, dass da immernoch immerwieder Wasser raus kommt?

Edit: Korrektur der Überschrift
 
Dass der 23C insbesondere bei Kälte nicht so gerne anspringt, ist ja ein recht bekanntes Phänomen :-)

Ist der Deckel des Kühlers dicht, d.h. baut der Kühlkreislauf Druck auf? Ich hatte ein ähnliches Problem, allerdings waren das eher Tropfmengen. Die sind beim Fahren quasi übergeschwappt, weil der Deckel nicht dicht war. Und zwar weder der originale, noch ein neuer. Erst nach etwas mechanischer Nacharbeit ist es mir gelungen, den Dicht zu bekommen, sodass auch tatsächlich etwas Druck im System entsteht und erhalten bleibt. Seitdem tropft da auch nix mehr.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Und wenn du nichts auffüllst? Kommen beim nächsten Lauf dann auch wider die angesagten ml raus?

Gruß +Matthes+
 
@Christian:

Der Deckel ist neu. Aber das bedeutet ja nichts, wie Du schon festgestellt hast. Und auch ich habe schon (zu) viele Erfahrungen mit der schlechten Qualität von Ersatzteilen gemacht. In welcher Form hast Du denn auf den Deckel eingewirkt, dass er dicht wurde?
Kann ja sein, dass der Kühlerdeckel den Druck nicht erzeugen kann, der eigentlich dafür sorgt, dass das Wasser nicht kocht, oder? Und wenn es dann an einer Stelle kocht, dann läuft das Wasser natürlich raus, weil der Kühler dann zu einem Whirlpool wird. Ich hatte einmal das Glück, den Überlauf mitzubekommen. Normalerweise bekomme ich das nicht mit, sondern sehe irgendwann an der kleinen Pfütze unter dem Schlepper, dass es wieder mal so weit war. Na, jedenfalls als ich das mitbekam, schraubte ich den Kühlerdeckel ab und das Wasser lief und lief als gäbe es im Kühlkreislauf eine kleine Quelle. Tja, und nach dem Abstellen des Motors sackte der Wasserstand dann wieder irgendwo in den Kühler ab.

@Matthes:

Das habe ich mich noch nicht getraut. Die Instandsetzung war ja doch viel Arbeit und da will ich mir nicht den Motor überhitzen. Denn wenn zu wenig Wasser drin ist, kann man sich ja nichtmal auf die Temperaturanzeige verlassen, die in meinem FE 35 eingebaut ist (ist ja normalerweise keine drin). Wenn ich das Wasser nicht nachfüllen würde, hätte ich ja auch keinen Überblick mehr darüber, wieviel Wasser tatsächlich im Kühlkreislauf drin ist, da man dann ja keinen Wasserstand mehr sieht. Wenn es rausgeblasen hat, dann nämlich immer soviel, dass der Wasserstand irgendwo unsichtbar im Kühler steht.
 
Und da ist oben im Kühler bestimmt ein Liter platz zwischen Kühlrippensichtbarkeit und voll...

Wenn das bei geöffnetem Deckel raussprudelt, stimmt etwas nicht. Da pumpt die Pumpe nicht rund, d.h. irgendwo läuft es nicht nach. Stattdessen muss irgendwo Luft reinkommen, sonst könnte m.E. kein Wasser rauskommen. Lokales Kochen im Motor hätte aber m.E. tatsächlich den gleichen Effekt. Das dürfte aber eigentlich nur bei recht hoher Außentemperatur und ordentlicher Belastung des Motors passieren, auch wenn der Kühler nicht dicht ist.

Ich bin fast 100h mit dem nicht dichten Deckel gefahren, und da sind nicht mehr als vielleicht 100ml rausgekommen (ich habe nichts nachfüllen müssen). D.h. da dürfte im Motor nichts gekocht haben.

Ich musste an meinem Deckel die Halteklauen, mit denen er sich festhält, nachbiegen, sodass er relativ schwer zu drehen ist. Das hat ihn ausreichend weit nach unten gedrückt. Und ich habe die Gummis (auch der der Entlüftung) mit Vaseline behandelt.

Gruß Christian

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noch ein paar Dinge, ist Ihr Thermostat vertikal oder horizontal? Oft sieht man bei einem senkrecht stehenden Thermostat, dass oben ein kleines Loch (1-2mm) durch den Flansch (zwischen kleinem und großem Kreislauf) gebohrt wird, um eine kleine Menge Wasser durchzuspülen und damit Ihr Problem zu lösen. der schlecht anspringt, haben Sie beim Umbau des Motors auch eine neue Steuerkette eingebaut? die alte wird oft mit der Zeit so stark gedehnt, dass sich die Steuerung des Einspritzzeitpunkts zu weit verschiebt. hilft es auch, die Injektoren zu erneuern und die Einspritzpumpe richtig einzustellen. das sind oft Dinge, die bei "kompletten" Renovierungen vergessen werden. der 23C-Motor hat in diesem Bereich einen schlechten Ruf, aber das muss nicht sein, ich kenne einige dieser Motoren, die großartig laufen und auch bei Minusgraden problemlos starten. Dass diese Motoren den Namen haben, schlecht zu starten, liegt oft daran, dass die Wartung nicht korrekt durchgeführt wurde. (Siehe die beiden Punkte, die ich bereits beschrieben habe).
 
Hallo Bert

Mein Thermostat ist weder horizontal noch vertikal eingebaut. Er sitzt in einem Winkel von ca. 45°.
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Die Steuerkette wurde bei der Rastaurierung ausgestauscht. Die Injektoren wurden abgedrückt und waren absolut in Ordnung. Darum sind sie wieder eingebaut worden.

Da ich Angst hatte, dass das Kühlsystem nicht zuverlässig kühlt, habe ich den Motorblock, Ölwanne und Kühler mit einem Thermometer kontrolliert und kam auf keine überhöhte Temperatur (76°C). So konnte ich sicher sein, dass der Motor nicht überhitzt. Auch befindet sich auch kein Wasser-Öl-Schleim im Motor und kein Abgas im Kühler. So gehe ich zunächst mal davor aus, dass die Zylinderkopfdichtung in Ordnung ist.
 
ja, das glaube ich auch

Und: Ist die Pumpe auf den richtigen Einspritzzeitpunkt eingestellt?
 
Das kann ich mit Gewissheit nicht sagen. Das hatte mein Vater noch gemacht und der ist jetzt leider verstorben. Aber das hat ja mit dem Kühlerüberlauf nichts zu tun.
 
Heute war es mal wieder so weit: Holzspalten stand wieder auf dem Programm, und wieder lief das Wasser nach ein paar Minuten aus dem Ferguson. Danach verrichtete er wieder brav seine Arbeit. Da die Arbeit dank der Mithilfe meines Bruders schneller erledigt war als erwartet, widmete ich am Ende  meinem Wasser-Problem noch etwas Zeit. Und ich glaube, ich habe die Lösung gefunden.  Der Kühlerdeckel ist nicht der Richtige! Wie Ihr auf den beiden Fotos erkennt, beträgt der Abstand von Verschluss-Oberkante bis zur Dichtfläche 2,5cm. Der Kühlerdeckel bringt es aber gerade mal auf 2cm. Da ich noch zwei weitere Kühler zur Verfügung hatte, habe ich mir die ebenfalls angesehen, mit dem Ergebnis, dass alle die gleichen Maße haben. Also ist nicht mein Kühler der Exot, sondern der Verschluss.

Ich hatte mich ja schon an anderer Stelle über meine schlechten Erfahrungen mit den Ersatzteilen ausgekotzt. Hier scheine ich es wiedermal mit einen Fall von entweder schlechter Qualität oder zumindest versehentlicher falscher Lieferung zu tun zu haben. Grummel....

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Gehe doch mit der deckel und radiator nach eine echte radiatorshop die die auch reparieren, die kunnen dich der richtigen deckel verkaufen.
 
Der neue, nun passende, Kühlerverschluss brachte leider keine Verbesserung. Nach ein paar Minuten steigt der Kühlwasserstand so sehr, dass das Wasser wieder aus dem Überlauf kommt. Das sieht dann so aus:

Wenn ich dann den Kühlerdeckel abschraube, sieht es so aus:

Meine Überlegungen sind unter anderem die, dass ich erst dachte, es würde sich um Abgase handeln, die durch eine schlechte Kopfdichtung (wiedermal mangelhaftes Ersatzteil?) herrühren. Doch mir wurde gesagt (ob kompetetnt oder nicht - weiß ich nicht), dass in dem Fall lediglich Luft aus dem Überlauf kommen dürfte und ich außerdem Wasser in der Ölwanne oder Öl im Wasser hätte. Ist aber alles sauber.

Dann habe ich gedacht, der Kühlkreislauf wäre nicht ausreichend entlüftet. Also habe ich mir ein Gerät gekauft, mit dem man den Kühlkreislauf entlüften kann:
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Doch auch das brachte keine Besserung.

Der Zustand ist jetzt folgender:
Ich habe den Kühlkreislauf ordnungsgemäß aufgefüllt. Das heißt - eigentlich habe ich ein bisschen zu wenig Wasser aufgefüllt: nämlich nur so viel, dass man einen Wasserstand erkennen kann wenn man von oben in den Kühler hinein sieht. Nach ein paar Minuten jedoch laufen ca. 500ml wieder aus dem Überlauf raus. Öffne ich den Deckel, zeigt sich das Bild wie im 2. Video. Sind die 500ml einmal herausgelaufen, ist Ruhe! Dann läuft der FE35 ordnungsgemäß. Auch die Temperatur scheint trotz des scheinbar viel zu niedrigen Wasserstandes in Ordnung zu sein. Überprüft habe ich das mit einem Thermometer:
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Der Wasserstand stellt während des Betriebes die hier bei uns im Norden so typischen Tiden wie Ebbe und Flut dar: bei geöffnetem Kühlerdeckel kann man beobachten, wie sich der Wasserstand immer ganz oben befindet. Öffnet der Thermostat jedoch, sackt der Wasserstand bis auf die Kühlrippen ab und es wird warmes Wasser oben in den Kühler hineingespült.
Desweiteren ist es so, dass wenn sich im Betrieb der Wasserstand ganz oben befindet, und ich den Motor abstelle, der Wasserstand langsam nach unten absackt. Und zwar so, dass man kein Wasser mehr sieht, sondern die Kühlrippen des Kühlers.

Was zum Henker ist da los?

Ich handhabe es jetzt so, dass ich also quasi immer mit zu geringem Wasserstand fahre. So habe ich zwar Ruhe, aber keine Gewissheit, dass alles ausreichend gekühlt wird. Denn wer sagt mir, dass nicht irgendwann noch mehr Wasser austritt? Beim Arbeiten oder Fahren bekommt man das nämlich nicht immer mit...
 
Das sieht ja sehr sehr komisch aus. Mein 135 drückt auch ab und zu ein paar tropfen raus, kühler, thermostat, wasserpumpe neu. Christian hatte das mit dem deckel ja schonmal ausgeführt...

Hast du auch eine neue wasserpumpe drin?

Wobei es bei dir meiner Meinung nach sehr stark nach abgas aussieht, oder ist es irgendwie möglich, dass die wapu luft mit reindrückt? Könnte ich mir so direkt nicht erklären wie das gehen sollte. Raucht er denn irgendwie auffällig? Vielleicht ist es ja möglich dass er irgendwo zwar kompression rausdrückt aber kein wasser ins öl oder umgekehrt?

Grüße Thomas
 
Kompressionsdruck erscheint mir eigentlich als einzige irgendwie logische Erklärung... Auch wenn das schon ein recht spezieller Defekt der ZKD sein muss...

Es gibt jetzt m.E. zwei Möglichkeiten, da weiter einzugrenzen:

1) verschließe den Überlauf. Spanne einen Luftballon über den Kühlereinfüllstutzen und lasse den Schlepper laufen (Wasserstand auf niedrigstem Niveau, damit kein Wasser in den Ballon geht). Füllt sich der Ballon? Wenn ja, wie riecht das, was sich im Ballon ansammelt?

2) Drücke das Kühlsystem ab. Das Gerät zum Entlüften sieht aus, als könnte es auch LUftdruck aufs Kühlsystem bringen. Schaue dann, ob der Druck erhalten bleibt, oder ob er flöten geht.

Ich hatte mal bei einem 125er Einzylinder so ein ähnliches Problem. Nur dass sich da bei hoher Außentemperatur Wasser in den Zylinder gedrückt hat (bei stehendem Motor). D.h. er sprang schlecht an, wenn er tagsüber stand, aber morgens wenns über nach Kühl war gut. Sonst keinerlei Phänomene, kein Leistungsverlust, kein weißer Nebel, kein Wasser im Öl und auch kein Überdruck im Kühlsystem. Der Kopfdichtungsschaden war wie eine Art Ventil...

Ich bin gespannt, was schlussendlich die Lösung ist...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Freundliches Hallo  in die Runde,

wenn ich das richtig verstanden habe, erledigt sich das Problem, sobald das Thermostat geöffnet hat? Dann kann es doch nicht die Kopfdichtung sein. Wie soll denn da die Kausalität sein? Ich tendiere, wie Christian weiter oben schon vermutete, daß hier partiell irgendwo Wasser kocht, solange es keinen Umlauf über den geöffneten Thermostaten gibt.

@Jochen: Ich kann jetzt nicht alles, auch aus deinem Restaurationsfaden nachlesen daher sorry, wenn Fragen doppelt. Hat der Thermostat eine Entlüftungsbohrung oder so ein kleines Bypassventil? Hat denn das Kühlsystem mit dem neuen Kühlerdeckel tatsächlich Überdruck? Konntest du das messen? Wenn du jetzt den alten Deckel ( zum Überlauf hin offen?!) nimmst und wie bei einem PKW den Schlauch vom Überlauf in ein "Ausdehnungsgefäß" leitest, dann drückt er ja zum Anfang den halben Liter dort rein.Holt der sich den halben Liter beim Abkühlen wieder zurück ins System?

Beste und neugierige Grüße

+Matthes+
 
Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank für Eure rege Beteiligung!

Zunächst will ich mal Eure Fragen beantworten:

  • Die Wasserpumpe ist neu.
  • Auffällig rauchen tut es aus dem Auspuff nicht. Allerdings fehlt mir da vielleicht auch die Erfahrung um das zu bestimmen.
  • Im Kühlsystem baut sich definitiv mit der Zeit ein GEWALTIGER Druck auf! Ich habe das schon probiert indem ich den Kühlerdeckel blockiert habe. Nach ein paar Minuten kam ein Wasserstrahl oberhalb des Thermostats aus der Verbindungsfläche zwischen Tehermostatgehäuse und Steigleitung (wenn man es denn so nennen darf) zum Kühler. Als ich dann den Kühlerdeckel wieder öffnete, gab‘s da eine kleine Explosion und ich wurde ganz nass.
  • Das Kühlsystem habe ich "abgedrückt", indem ich ca. 15 Min. das Vakuum stehen ließ. Es hielt sich, so ging ich von Dichtheit aus. Aber natürlich ist ein Vakuum nicht das Gleiche wie Druck. Da kann u.U. schon der Unterschied zwischen dicht und undicht liegen...
  • Ein Bypass-Ventil oder eine Entlüftungsbohrung hat mein Thermostat nicht. Hier ein Bild davon aus meinem Restaurationsbericht:
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Ich möchte anmerken, dass der Thermostat auf dem Bild noch nicht korrekt sitzt!

Wie geht´s weiter?
Ich habe mir jetzt erstmal einen CO²-Lecktester bestellt, um festzustellen, ob es denn Abgase sind, die ich im Kühler habe oder nur Luft.
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Ich befürchte zwar, dass es Abgase sind, aber es kann ja nicht schaden, es einmal ganz genau festzustellen bevor man den gerade frisch zusammengebauten Schlepper wieder zerlegt. Ich habe nämlich noch die Hoffnung, dass sich irgendwo Fremdluft einschleicht (Bernoulli-Effekt?) und ich irgendwo einfach nur eine Dichtung erneuern oder Schraube festziehen muss und das Problem dann gelöst ist. Allerdings ist die Hoffnung eher gering, denn obwohl der Motor ja überholt wurde, habe ich ja noch das Phänomen des relativ hohen Rauchausstoßes aus der Kurbelgehäuseentlüftung. Zur besseren Sichtbarkeit habe ich extra einen schwarzen Eimer in den Hintergrund gestellt, denn sonst fällt der Rauchausstoß nicht auf und wäre auf dem Video nicht zu sehen:
 
Hallo!

Ich gebe mal meinen "Senf" als Brainstorming dazu!

Möglicherweise Kühler zugewachsen und hat zu wenig Volumen?

Irgendwelche Bohrungen im Zylinderkopf verstopft: Stopfen vergessen zu entfernen, richtige Zylinderkopfdichtung damit alle Bohrungen und Durchgänge frei sind?

Grüße Peter
 
Hallo zusammen,

das sieht für mich ganz stark nach einer defekten Kopfdichtung (zur Not noch ein Riss im Kopf aus) aus, habe jedoch noch keinen Standart Motor in der reiße gehabt.

Ich hatte jedoch ein ähnliches Spiel an einem modernen Kohlermotor. Der Motor baute nur während der warmlauf Phase massiven Druck im Kühlsystem auf.
Die Fehlersuche gestaltete sich hier extrem schwierig, zuerst hat nur der Heizungskühler während dieser Warmlaufphase geleckt und wurde durch die Werkstatt ausgetauscht, dann war es einige Tage gut, dann fing die Wasserpumpe an während der warmlauf Phase zu lecken. OK kann ja mal sein das die nach 1800 Stunden durch ist. Also die auch getauscht. Ging wieder einige Tage gut dann fing der Ladeluftkühler und die neue WaPu an zu lecken. 
OK andere Werkstatt. Deren Diagnose war ganz schnell durch öffnen des Ausgleichbehälterdeckels gefunden - Kopfdichtung defekt.
Und nein, du hattest bei dem Motor keinen Kompressionsverlust, keine Abgastrübung, kein Garnichts, der lief wunderschön und absolut zuverlässig.
Der Motor bekam dann eine neue Kopfdichtung und neue Kopfschrauben (wurde beides von Kohler abgeändert, das Problem scheint bekannt zu sein), seitdem rennt der wieder wie ein Uhrwerkle.

Grüße
Josef
 
Ja, die Kurbelgehäuseentlüftung gefällt mir für einen frisch revidierten Motor auch nicht. Bei meinem ist da nichts zu sehen... Allerdings sehe ich da jetzt keinen direkten Zusammenhang...

Ich bin gespannt, was der Tester hergibt. Ich hätte es ersteinmal mit einem Luftballon versucht :-D Man dürfte das deutlich riechen können...

Mich wundert auch ein bisschen, dass das Thermostat keine Entlüftungsbohrung hat. Ich meine bei meinem A3.152 hat es eine. Aber das sitzt ja auch waagerecht, und nicht wie hier senkrecht (ob das damit was zu tun hat???)

@Matthes: Über den Überlauf kann der Kühler das Wasser nicht mehr zurückziehen, Außer man dichtet die Einfüllöffnung ganz oben ab. Das macht der eigentliche Deckel nicht. Wenn das Wasser wirklich partiell kocht, wird der Kühlkreislauf die übergelaufene Menge aber nur zurückziehen, wenn der Wasserdampf im System bleibt und wieder vollständig kondensiert...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Hallo Jochen,

ich suche auch erst einmal nach "einfachen" Lösungen, den Kopf kannst du immer noch runter machen. In deinem Restaurationstfaden, Beitrag vom 30.Jan.20 sieht man auf dem 2. Bild einen Thermostaten liegen. Ist das der alte? Der hat, wenn ich das richtig sehe ein Bypassventil mit schätzungsweise 3-4mm Bohrung. Ob da ein Kugelventil drunter ist, kann man nicht sehen. Also ich würde zuerst mal ein Loch in den neuen Thermostaten bohren damit Luft/Dampfblasen nach oben entweichen können und nicht von unten durch den Kühler blubbern müssen. Habe ich das jetzt richtig verstanden? Das Problem bleibt auch bei geöffnetem Thermostat? Weiterer Schritt: Du erwähnst in einem früheren Beitrag, daß da in deiner Scheuer 2 Kühler "zur Auswahl" standen. Kannst du den Hinweis Peter ausschliessen? Wenn der Thermostat offen ist, wird der Kühler dann gleichmäßig warm?

@Christian: Ja das ist schon klar, daß der Kühlerdeckel oberhalb des Überlaufs dicht sein muss, sonst kann ja beim Abkühlen kein Unterdruck für den "Rückfluss" entstehen. Aber das weiss der Jochen auch, nachdem was er hier so an Geschick und Knoffhoff aufgebracht hat. Wir fangen ja nicht bei den Bienchen an :-). Für einen solche Versuch hat Jochen aber jetzt im CO²-Tester die passenden Stopfen mit "Überlaufanschluss.

Was m.M. deutlich in unserer Ursachenforschung festgehalten werden muss: Hier verdampft ja kein 1/2 Liter Wasser, sondern ein paar Blubberbläschen drücken einen 1/2Liter Wasser raus und dann ist gut

Und was da noch zu untersuchen wäre. Was dampft denn da aus der Kurbelgehäuseentlüftung? Öl-/Abgasdampf oder Wasserdampf? Geruchs-/Geschmacktest kann wieder nur der arme Jochen machen :-)

Beste Grüße +Matthes+
 
Mensch, Ihr seid ja spitze mit Euren Hinweisen! Gern will ich der Reihe nach antworten.

Peter:
Den Kühler habe ich vor Einbau eigentlich auf zwei Dinge überprüft: hat er freien Durchgang und hält er den Druck. Beide Bedingungen waren gegeben. Das sagt bei einem gebrauchten Motor aber nicht alles. Es kann schließlich sein, dass irgendwo im Motorblock Grütze in den Wasserdurchgängen war, die sich nun irgendwo (vielleicht im Kühler) abgesetzt hat.

Christian + Matthes:
Nachdem ich im letzten Jahr Corona hatte, spielt mein Geruchssinn bei manchen Sachen selbst nach über einem Jahr immernoch verrückt. So kann ich Benzin und Diesel nur sehr schwer und unsicher auseinanderhalten. Deshalb will ich mich auf meinen Geruchssinn bei der Luftballon-Methode lieber nicht verlassen. Deswegen kann ich auch beim Ausstoß aus der Kurbelgehäuseentlüftung die Herkunft wohl nicht zweifelsfrei feststellen. Jedenfalls nicht mit der Nasen-Methode.
Der Hinweis von Matthes auf ein Bild vom 30.01.2020 ist interessant! Dabei handelt es sich tatsächlich um den alten Thermostat und der hat in der Tat eine kleine Bohrung. Also ist es vielleicht keine schlechte Idee, in den neuen Thermostat auch so eine Bohrung zu machen und den Thermostat dann so einzubauen, dass diese Bohrung oben sitzt.
 
Jochen4:

Mensch, Ihr seid ja spitze mit Euren Hinweisen! Gern will ich der Reihe nach antworten.

Der Hinweis von Matthes auf ein Bild vom 30.01.2020 ist interessant! Dabei handelt es sich tatsächlich um den alten Thermostat und der hat in der Tat eine kleine Bohrung. Also ist es vielleicht keine schlechte Idee, in den neuen Thermostat auch so eine Bohrung zu machen und den Thermostat dann so einzubauen, dass diese Bohrung oben sitzt.

hallo, dieser Vorschlag wurde Ihnen schon einmal angeboten (21.03.2021 10:09), aber in die Ecke geworfen!???

Gruss, Bert
 
So, es geht weiter. Heute habe ich den CO2-Test gemacht. Es hat uuuunheimlich lange gedauert, bis das Gerät reagierte, so dass ich lange unsicher war, ob ich denn nun ein Problem mit der Kopfdichtung habe. Aber ich denke, ich werde die Kopfdichtung erneuern. Hat jemand eine gute Adresse für HOCHWERTIGE Ersatzteile? ich hab Euch an anderer Stelle ja schon erzählt, dass ich ein massives Problem mit der Ersatzteilqualität habe. Ist mir egal, was die Kopfpackung kostet, aber ich will endlich mal Qualität und nicht alle 3 Monate wieder eine neues Ersatzteil austauschen.

Ich fuhr den Trecker erstmal warm, denn man soll den Test ja im betriebswarmen Zustand machen. Anschließend tauschte ich den Kühlerdeckel gegen einen passenden der Mitgelieferten. Die Reaktionsflüssigkeit eingefüllt alles zusammengesetzt und los gings mit dem Pumpen an dem Gummiball oben.
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Ich hatte sehr lange gepumpt, denn die Reaktionsflüssigkeit verfärbte sich quasi nicht. Jedenfalls ging die Verfärbung derart langsam vonstatten, dass ich DACHTE, es würde sich nichts tun und so DACHTE ich, dass ich kein Problem mit der Kopfdichtung hätte. Zum Glück hatte ich aber das Foto oben bei Beginn des Versuchsaufbaus geschossen, so dass ich auf die Idee kam, ein weiteres Bild zu schießen und die Farbunterschiede dann zu begutachten. Hier der Zustand nach ca. 20 Min. pumpen:
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Es ist also doch eine leichte Verfärbung zu erkennen. Da ich nicht wusste, wie empfindlich die Reaktionsflüssigkeit ist, machte ich mal einen weiteren Test, indem ich die Testanordnung direkt über dem Auspuff machte. Und da war dann sehr schnell und auch sehr deutlich eine Reaktion zu erkennen:
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Innerhalb einer Minute wurde die Flüssigkeit richtig deutlich gelb. An dieser Stelle sagte ich mir dann, dass ich die im Kühlkreislauf gemessene Undichtigkeit hinnehmen wollte. Wenn es 20 Minuten dauert, bis überhaupt eine noch dazu äußerst schwache Reaktion zu sehen ist, dann kann die Undichtigkeit nicht so schlimm sein. Auch die Videos, die auf YouTube zu sehen sind, zeigen alle immer eine sehr schnelle und deutliche Verfärbung. Da ich weiß, dass Undichtigkeiten von Kopfpackungen oftmals auch von außen zu sehen sind, ging ich nochmal mit Taschenlampe um den Zylinderkopf herum und fand das:
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Das Bild ist absichtlich etwas überbelichtet, damit man die Undichtigkeit besser sehen kann. Das Bild zeigt die rechte Seite des Motors. Ihr seht die Einschlagnummer des Motors und ganz rechts die Wasserpumpe.
Dies war der Zeitpunkt an dem ich mich entschloss, die Kopfdichtung zu erneuern. Was meint Ihr? Oder würde evtl. ein Nachziehen der Zylinderkopfschrauben schon eine merkliche Besserung bringen? Schließlich hat der Motor seit seiner Erneuerung locker über 50 Std. gelaufen.

Edit: Nach Auskunft meines Ex-KFZlers ist die obige Verfärbung normal. Sie muss deutlicher sein bei einem Defekt der Kopfpackung. Da aber auch in der Umgebungsluft CO2 enthalten ist, verfärbt sich die Flüssigkeit IMMER irgendwann. Man muss nur lange genug pumpen.
 
wurden die Kopfschrauben denn zwischendurch schonmal nachgezogen?

Anhand des CO2-Tests würde ich jetzt mal sagen, die Ursache ist noch nicht 100%ig eingegrenzt. Bei dem was da an Wasser raussprudelt, hätte ich eine sehr viel deutlichere Reaktion erwartet.

Hast du das Thermostat inzwischen mal angebohrt? Es besteht ja immer noch die Vermutung, dass die Undichtigkeit nicht in allen Betriebsarten auftritt. Es könnte also durchaus sein, dass das CO2 schon wieder draußen war, als du den Test durchgeführt hast.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Also wie Christian schon sagte wenn die Zylinderkopfschrauben noch nicht nachgezogen wurden, dann das auf jeden Fall machen. bist du dir denn sichre das die Wasserpumpe auch definitiv genug fördert? Eventuell mal etwas Kontrastmittel in das Kühlwasser geben und gucken ob eine Zirkulation zu erkennnen ist. hatte das selbst bei meinem MF 30 schon gehabt das der andauernd Kühlwasser geschmissen hat, bis ich irgendwann mal den Keilriemen noch etwas mehr gespannt hatte und siehe da seitdem wird kein Wasser mehr aus dem Kühler gedrückt. 

Mit freundlichen Grüßen aus dem Westmünsterland Daniel (MF30 MF65 Mk II)
 
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