Mysteriöses Verhalten der Heckhydraulik

Oldy2000

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Hallo. Ich habe die Hinterachse des MF 130 mit 18 Liter  SAE 15 W 40 aufgefüllt. Im Schwimmzustand habe ich mit einem Mulche eine Wiese gestutzt. Fast am Ende der Arbeiten drückte Öl aus den beiden Manschetten der Gangschalthebel (Gruppe und Gang). Die Hydraulik hob das Mähwerk nur schwierig an. In Fahrtstellung (Mähwerk ganz oben) konnte ich wieder auf der Straße nach Hause fahren. Zu Hause angekommen, löste ich den Feststellhebel und legte den Hydraulikhebel ganz nach hinten. Das Mähwerk blieb dennoch oben stehen. Erst beim Gasgeben und Bewegung des Hebels von hinten nach vorn und zurück, fiel das Mähwerk plötzlich nach unten. 

Merkwürdig war, daß das Mähwerk trotz unterster Hebelstellung (Senken) dennoch weiter nach oben ging.

Während der Fahrt und Fahrtstellung des Mähwerks drückte weiterhin Öl aus den Schalthebeln heraus.

Nun läßt sich das Mähwerk nur sehr langsam bei Vollgas heben. 

Was könnte die Ursache sein und wie kann dieser Umstand behoben werden. (Die Hydraulikpumpe arbeitet einwandfrei.

Wer könnte mir da helfen

Liebe Grüße
 
hallo Oldy,

trifft es zu, dass das Schadensbild erstmals nach dem Ölwechsel aufgetreten ist ?

Wieviel Öl hast du vor dem Wechsel abgelassen .... wieviel etwa war das ?

Weißt du, dass am 130 DREI Ablassschrauben sind, die alle ausgedreht werden müssen ?

Das Getriebe ist in verschiedene Kammern unterteilt, in denen jeweils einige Liter stehen bleiben, wenn man nur eine Ablassschraube aufdreht.

Hast du nach dem Ablassen des Öls den Messingsiebfilter entnommen und gereinigt ? Dazu musst du vorsichtig den Deckel um die Zapfwelle abnehmen (da ist eine Feder drin, die gerne wegspringt) ...genau auf die Reihenfolge der Teile achten ... den O-Ring etc rausnehmen und dann den Rohrfilter rausziehen. Vorsicht, am vorderen Ende des Rohrfilters ist auch ein O-Ring, der nachher wieder an seinem Platz sein muss.

Oben auf dem Hydraulikdeckel sind zwei solche Höcker angegossen, an denen der Sitz befestigt ist. Zwischen diesen Beiden sitzt eine Entlüftungskappe. Schau mal nach, ob die noch durchgängig ist.

Dass an den Schalthebeln Öl austritt kann auf zu hohen Ölstand und/oder Druck im Gehäuse hinweisen. Daher Entlüfter überprüfen. Ölstand überprüfen und Rohrfilter mit Diesel oder Verdünnung auswaschen (dazu muss das Öl natürlich nochmal raus.

Schau das alles mal nach, dann schauen wir mal, was vom Schadensbild noch übrig bleibt.

Dir wünsche ich jetzt mal ein glückliches Händchen für deine Unternehmungen.

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Hallo Ulli. Vielen Dank für Deinen Rat. Den Ölwechsel habe ich in einer Werkstatt machen lassen. es könnte durchaus sein, daß evtl. zuviel Öl eingefüllt wurde. Es sollen ca. 18 Liter SAE 10W40 eingefüllt worden sein, nachsdem nach dem erstmaligen Mähen plötzlich auch die Hydraulik versagte. das Mähwerk konnte nur noch mit Vollgas und mit Hilfe des Anhebens nach oben gebracht werden. Angeblich sollte Öl gefehlt haben. In der Werkstatt wurde mir zunächst gesagt, die Ölpumpe sei defekt - aber sie fördert. Nachdem in der Werkstatt Öl eingefüllt wurde, funktionierte alles wieder einwandfrei - bis nach dem 2. Mähen (wie vorher berichtet das mysteriöse Verhalten). Ich werde morgen Deinen Ratschlägen mal komplett nachgehen. Falls zuviel Öl eingefüllt worden sein sollte, wie kann ich den vorgeschriebenen Ölstand bestimmen?

Beiläufig habe ich noch eine Frage zum Hebelventil links neben dem Sitz. In meiner Bedienungsanleitung ist nur kurz erwähnt, daß dies für Frontgeräte zuständig sei. Welche Funktion hat dies eigentlich und in welcher Stellung ist es offen und wann zu (nach links oder rechts)? Hat diese Stellung vielleicht auch Auswirkung auf die Hydraulik?

Nochmals meinen herzlichen Dank für Deine Tipps

Freundliche Grüße aus Hünfeld
 
hallo Oldy,

ein Vorname wäre schön zur Anrede, einfach Fuldakreis wäre für die Wohngegend konkret genug *lächel*,

zum Überprüfen des Ölstands .... das hat MF genial gelöst    *lach*  ... ist in der Getrieberückseite, ca eine Handspanne oberhalb der Zapfwelle (meist von einer Anhängerkupplung verdeckt)  eine Schraube mit 4- kant Antrieb zu sehen. Diese soll rausgedreht werden ... wenn dann Öl austritt ist genug drin :-) .  Das ist echt pfiffig *schmunzel*.

Zweckmäßigerweise stellst du vor dem Lösen der Schraube ein Gefäß unter, damit das möglicherweise zu viel eingefüllte Öl nicht den Hof versaut.

Eigentlich würde ich erwarten, dass eine Werkstatt doch alle Ablassschrauben ausdrehen würde. Diese Erwartung habe ich auch im Hinblick auf den Rohrfilter ... bzw. dessen Reinigung. In was für einer Werkstatt hast du die Arbeiten ausführen lassen ?

Die Füllmenge für Getriebe/Hydrauliköl beträgt laut Bedienungsanleitung 19 Liter.

Wenn die nun 18 L eingefüllt haben dürfte es (auf ebenem Standplatz) infolgedessen noch nicht herauskommen. Läuft es doch heraus solltest du feststellen, wieviel da austritt. Somit wüsstest du, um welche Menge an zuviel Öl es geht.

Super wäre, wenn du den Druck messen könntest, den die Pumpe aufbaut.

Zu dem Hebeldingens links neben dem Sitz (es handelt sich wohl um einen Dreiwegehahn ), kann ich dir nichts sagen, der ist an meinem 130 nicht angebaut. An einem MF 65 sah ich schon, dass über diesen Hahn die Frontladerölversorgung betrieben wurde.

Dazu sollte aber mal ein Forumskollege etwas schreiben, der sich damit richtig gut auskennt.

Schau auch mal, ob du an den vier Sechskantschrauben und den beiden Senkschrauben mit Schlitz an dem Deckel um die Zapfwelle herum kleine Stellen findest, an denen frisch die Farbe ab ist .... den Rohrfilter kann man nur durch Abnehmen dieses Deckels erreichen.

So, dir jetzt erst mal wieder ein glückliches Händchen .....:-)

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Hallo Ulli,

Ich bin Deinen Tipps, soweit ich konnte, nachgegangen. An der hinteren Schraube nach Abnahme des Zugmaules floß gut 1 Liter Öl heraus. Die Werkstatt, die zuletzt danach geschaut hatte, hat für den MF glaube ich wenig Erfahrung. Es ist eine freie Werkstatt, repariert LKWs und verschiedene Traktoren. Für den TÜV habe ich ihm eine Ersatzteilliste gegeben, wo er die Bremsen nachstellen konnte. 

Ich glaube nicht, daß er das Sieb unterhalb der Zapfwelle gereinigt hat. Es wurden nur ca 18 Ltr Öl eingefüllt. Ich glaube der Ölstand lag bis ca 2 -3 cm unter dem Einfüllstutzen. Nun ist der Werkstattchef für ein paar Tage im Urlaub. Wenn ich mich selbst daran wage, wieviel Öl müßte ich ablassen, um das Rohrfilter herausholen zu können? Weil das Öl neu ist, kann ich es dann wieder verwenden?

Als ich heute die Hydraulik betätigte, funktionierte das Anheben wieder normal. Das tat es auch zuvor in beiden Fällen. Nach dem Mähen eines Hektars spielte das Gerät verrückt. Am nächsten Tag funktionierte alles wieder. (Wärme, Absetzen des Öles???)

Wenn es möglich wäre, das Öl teilweise ablassen zu müssen, würde ich mich auch selbst daran trauen, das Messingfilter auszubauen. Das könnte durchaus die Ursache sein, denn beim ersten Mal war zu wenig Öl drinnen und beim 2. Mal vermutlich zuviel. In beiden Fällen gleiches Verhalten.

Frage: wenn ich den Deckel von der Zapfwelle abschraube, um an das Filter zu kommen, ist dann der Ölaistritt nur aus der Öffnung des Filters? Dann sollte bei einem ausreichend großen Unterstellgefäß es möglich sein, das Filter herauszuziehen und kurzfristig mit einem Gommistopfen zu verschließen? 

Ansonsten muß ich warten, bis der Meister wieder aus dem Urlaub zurück ist.

Ermal vielen Dank im voraus.

Mit lieben Grüßen

Siggi
 
Hallo,

ich kann nur etwas zum Thema Öl ablassen bei steuern. Mein Tipp ist es einfach über die unteren 3 Schrauben alles abzulassen und dann kannst du einfach alles oben wieder einfüllen und in Ruhe die/das Sieb/e reinigen alles andere wird nur eine Riesen sauerei ergeben.

Das Öl solltest du eigentlich wiederverwenden können. Wir reden hier ja nicht über ein Hochtechnisiertes Getriebe 

Grüße Friedrich 
 
Also man kann den Filter auch herausziehen und schnell wieder zuhalten habe ich bei meinem auch schon gemacht am einfachsten wäre aber die hinterste Ablassschraube heraus zu drehen somit läuft nur die hintere Kammer leer das abgelassen Öl kannst du wiederverwenden, solange es in ein Diabetes Gefäß aufgefangen wird und am besten noch durch ein Sieb wieder eingefüllt wird. Der von dir angesprochene Hydraulikhebel wird wahrscheinlich ein absperrhahn für den Kipperanschluss sein falls einer verbaut ist. Ist dieser Hebel denn an dem oberen Getriebedeckel verbaut oder unten am Getriebe? Ich denke Mal die Werkstatt hat den siebfilter nicht gereinigt und dieser ist nur noch halb durchlässig dadurch wird die Pumpe im Betrieb zu wenig Öl ansaugen können und sobald der Schlepper steht läuft das Öl langsam wieder bis zur Pumpe nach.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Westmünsterland Daniel (MF30 MF65 Mk II)
 
hallo Siggi,

leider war ich seit 12.00 Uhr nicht mehr online. Deshalb melde ich mich erst jetzt.

Es ist doch gar nicht problematisch, das Öl nochmal abzulassen. Also von DanielsTaschensspielertrick (Deckel ab, Filter raus Daumen drauf und dann verkorken )   ;-)    halte ich nun wirklich nichts. Da stimme ich dem Friedrich zu, dass das alles eine riesige Sauerei gibt und das einzig Wahre ist, das Öl nochmal ordentlich rauszulassen. 

Natürlich kannst du das abgelassene Öl  nochmal nehmen, das hat ja bisher noch keinen Schaden genommen.

Daniels Hinweis, es nochmal zu filtern, finde ich berechtigt, da im Öl immer mal Späne mit ausgewaschen werden können. Dazu kann man es durch eine alte Nylonstrumpfhose etc. fließen lassen, die in einem größeren Trichter liegt. .

@ Daniel ... was ist denn bitte ein "Diabetes-gefäß"  *grübel* ?  :-)

Der Eindruck, dass der Ölstand bis knapp unter den Einfüllstutzen reicht ....  täuscht.  Der Einfüllstutzen mündet in einer Kammer für die Differenzialsperre bzw. deren Schaltklaue. Diese Kammer ist noch Teil des Achstrichters. Daher ist es auch unmöglich zu versuchen, mit einem Draht etc. den Ölstand messen zu wollen.

Wenn du Öl einfüllst fließt das durch besagte Kammer seitlich weg und kann erst von da in das eigentliche Getriebe runterlaufen. Deshalb sollte man das Öl auch nur langsam einfließen lassen.

Die Fragen nach warum und wieso diese Störung auftritt ist ja spekulativ. Ein verstopfter Filter hat schon Manchen zur Weißglut getrieben *schmunzel*.

Deshalb mein Rat : System auf Null stellen indem du Öl nochmal rauslässt, Filter ausbaust und in Diesel oder Verdünnung auswäschst.

An dieser Stelle möchte ich nochmal darauf hinweisen, den Deckel um die Zapfwelle ganz vorsichtig abzunehmen und auf die Reihenfolge der Teile zu achten, die dir entgegenkommen.  Wenn das nicht wieder ordentlich zusammengebaut wird tropft dir da später immer Öl  raus.

Wenn ich mich recht erinnere, hast du irgendwo von einer Ersatzteilliste geschrieben .... anhand derer ist die Reihenfolge im Notfall auch nachzuverfolgen. Solltest du keine E-Teileliste haben sende mir per PN deine mailadresse, ich schicke dir dann die Teileliste vom Getriebe zu.

Also nochmal ...

Du kannst dich ruhig selbst da dran trauen ... aus Erfahrung kann ich dir versichern ... der 130 beißt nicht *lächel*.

Zum Ablassen benutze ich solch ein 50 Liter rundes Speißbüttchen aus Kunststoff, das dann aber auch für nix anderes verwendet wird.

Wie du nun vorgehst liegt bei dir, du kannst Daniels Tipp aufgreifen und nur die hinterste Ablassschraube aufdrehen, damit hast du den Getriebebereich um den Filter dann ölfrei. Dann Deckel ab, Filter raus, auswaschen (vermutlich hängt da solch ein gelblicher Schleim dran) wieder sorgfältig zusammensetzen, Öl filtern und wieder reinkippen. Falls danach kein Öl aus der Kontrollschraube kommt ... dann solange Öl langsam nachgießen, bis das der Fall ist. Dann Kontrollschraube zudrehen, Mulcher dran und ausprobieren.

Bin gespannt, was du uns danach zu erzählen weißt  :-)

dir, wie immer, ein glückliches Händchen

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Hallo Daniel.

Vielen Dank für Deine Beschreibung des Hebels links vom Sitz. Dieses Ventil sitzt oberhalb  der Achse links am oberen Getriebedeckel. In seiner Öse steckt ein einfacher Stahl als Knebel. In der Explosionszeichnung des Getriebes ist es als Ziffer 40 (S. 124) bezeichnet. Ich habe keinen Hänger mit Hydraulikkipper. Wie muß der Hebel demnach stehen? Oder spielt das in diesem Falle keine Rolle? Wann ist der Hahn offen und wann zu? Könnte ggfs dort auch ein Holzspalter betrieben werden?

Nochmals vielen Dank für Deinen Tipp.

Liebe Grüße aus Hünfeld

Siggi.
 
Vielen Dank, Ulli.

Bisher bist Du mir eine große Hilfe undMutmacher. Ich will mal schauen, ob ich es heute schaffe, den Filter mit Deiner und Daniels Hilfe herauszuholen, indem ich nur den hinteren Bereich erst mal ablasse. Denn den Traktor habe ich nicht bei mir zu Hause, sondern auf fremden Grundstück stehen und da möchte ich keinen "Flurschaden" durch Öl anrichten. Ein 10 Litergefäß habe ich, und das sollte für den hinteren Bereich sicher reichen?

Um das abgelassene Öl aus dem Gefäß wieder herauszuholen, habe ich eine litergroße Spritze, wonach ich dann das Öl wieder durch einen Trichter mit Nylonstrupf einfüllen kann.  Nochmals  V I E L E N   D A N K!  Ich werde dann über das Eergebnis berichten.

Liebe Grüße

Siggi
 
@ulli das sollte Natürlich geeignetes Gefäß heißen aber meine handy Autokorrektur wusste anscheinend besser als ich was es zu bedeuten haben sollte 😂

Im Grunde genommen ist dein Hebel nichts anderes als ein absperrhahn da an dem Anschluss Druck anliegt wenn man am Hauptsegment der Hydraulik den Steuerhebel im oberen Bereich der Positionskontrolle ein Stück nach vorne stellt Richtung Zugkraftkontrolle bzw den Druck ablassen indem man ein Stück nach hinten geht sprich wie wenn man aus Transportstellung die Unterlenker wieder sacken lassen möchte.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Westmünsterland Daniel (MF30 MF65 Mk II)
 
Hallo Uli und Daniel. Ich habe mir heute die Mühe gemacht und die Sache noch einmal genau angesehen. Also schon interessant: aus der Vierkantschraube oberhalb der Zapfwelle liefen doch noch ca 5 Liter frisches Öl heraus. Das heißt: das gesamte Getriebe war überfüllt. 

Nun das einzigste Problem: alles abzulassen sehe ich als problematisch an. So wie Ihr vorgeschlagen habt, nur den hinteren Teil abzulassen wäre leicht machbar. Nur welche Schrauben sind dafür zuständig?  Hinten hinter der Achse auf der linken Seite befinden sie halbrund angeordnet 4 Maschinenschrauben. Unter der Achse ist nichts erkennbar. Und vorne neben dem Bremshebel ist eine Vierkant - Ablaßschraube. Sind vielleicht doch noch welche unter der Achse versteckt oder befinden sich diese auf der rechten seite? Welche Schraube müßte ich für den hinteren Filterteil herausschrauben, um diesen Bereich Ölfrei zu bekommen? 

Ich glaube, wenn dieses Schraube vorhanden ist, würde ich mich morgen darantrauen. 

Nochmals Danke im voraus.

Liebe Grüße Siggi
 
vor dem achstrichter ist eine vierkantschraube unten links am Getriebe

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Und hier ist dein Hebel montiert oder? das ist der seitliche Ausgang für die Zusatzhydraulik einfachwirkend 

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Mit freundlichen Grüßen aus dem Westmünsterland Daniel (MF30 MF65 Mk II)
 
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Hallo Uli.

Vielen Dank für Deine schnelle Info. Bin eben nochmals zu meinem Traktor gefahren und habe diebeiden Fotos gemacht. Es sind die beiden 4-Kantschrauben vorhanden, wie auf Deinen Fotos.

Ich vermute, daß es die rechte 4-Kantschraube ist, die das Öl aus der Kammer des Filters entfernt. Ist das richtig? Dann bitte sage mir in etwa vieviel Liter Öl da in etwa herauskommen. 

Ich vermute, daß ich die Ölkontrollschraube oberhalb der Zapfwelle und die rechte 4K-Schraube hinter der Feder herausdrehen muß.

Der MF ist halt Neuland für mich, da bin ich ein bischen vorsichtiger.

Liebe Grüße aus Hünfeld

Siggi
 
Ja genau nur die Schraube unten links vor dem Achstrichter rausdrehen und oben den Deckel zum auffüllen ab machen. Ich schätze so 10l könnten daraus laufen.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Westmünsterland Daniel (MF30 MF65 Mk II)
 
hallo Siggi,

es ist die Schraube auf deinem unteren Bild hinter dem Leerrohr (Metallwellrohr), das da in einem Bogen nach oben führt. Deine Vermutung ist korrekt, diese hintere der beiden Vierkantantriebsschrauben entleert den hintersten Getrieberaum (der, in dem der Rohrfilter sitzt.

Allerdings würde ich da entgegen Daniels Spekulation doch deutlich mehr als 10 Litern erwarten .... da der Getriebekasten, wie du schreibst,  ja immer noch bis zur Kontrollbohrung voll ist, müssten da jetzt noch 19 Liter drin sein. Du wirst da an die 15 L erwarten müssen. Ein 10 Liter Eimer ist DEFINITIV zu wenig !

Eine kleine Gedankenspielerei ....

du hast 5 L abgelassen bis zur Kontrollbohrung, und da sind jetzt noch 19 L drin ... folglich waren da mindestens 24 Liter drin. Wenn der Traktorladen da noch 18 L eingefüllt hat ... danach 24 Liter drin waren ... dann liegt auf der Hand, dass die doch nicht alle drei Ablassschrauben aufhatten. Wo sollten sonst die anderen 5 - 6 Liter hergekommen sein ? Das ist genau die Menge, die ich aus den beiden vorderen Kammern noch erwarten würde, nachdem die Hauptsache hinten ausgeflossen wäre.

Da weder du noch wir wissen, was da für ´ne Plörre drin war (im Prinzip kann die schon 20 Jahre alt sein)

würde ich jetzt doch dazu raten, das Öl ganz abzulassen. Dies auch unter der Gegebenheit, dass in den vorderen Kammern noch Späne im Ölsumpf liegen können.  Mein Rat : alles ablassen, filtern und nach der Rohrsiebreinigung wieder 19 Liter einfüllen.

Das bedeutet aber auch, dass von den 19 Litern, die bei dem Sollölstand im Getriebe sein müssen locker 4-5 Liter vom alten Öl vermischt sind. Aus Kostengründen wirst du geneigt sein zu sagen, du schüttest dieses Gemisch aus altem und neuem Öl wieder rein (durch Nylonstrumpf o.ä. gefiltert) .

Aus Kostengründen würde ich das evtl. auch in Betracht ziehen ... aber alles ablassen und einen 20 Liter Kanister neues STOU 15 W 40 wäre die sauberere Lösung.

Zum Thema Öl komplett ablassen ... das is genauso  leicht machbar, nur etwas mehr Aufwand  *lächel*.

Auf keinen Fall wäre es von Nachteil, wenn du zwei große Pappkartons zum Unterlegen und etlich Putzlappen zum Wischen greifbar hättest ;-)

Du musst halt einen größeren Behälter haben. Im Baumarkt bekommst du für wenige Euros so ein 40 - 50 Liter Kunststoffspeißbüttchen ... da hast du Volumen satt zur Verfügung.

Die eine Schraube bei dir hinter diesem Wellrohr (Leerrohr ... führt auf der anderen Sitzseite zum Sicherungskasten), ca 10 cm weiter nach vorne ist die nächste Ablasschraube und die dritte ist genau mittig unter dem vorderen Getriebkasten.

Die Abdeckung dort ist nach unten rund (da dort im Getriebe drin ein Zahnrad weit nach unten ragt) und in deren Mitte ist die dritte Ablassschraube. Alle Getriebekontroll- und Ablassschrauben sind sehr schön an ihrem 4-kant Antrieb zu erkennen. Sie sind also eigentlich nicht zu verwechseln.

Zum Thema Hebel links neben dem Sitz .... *schmunzel*

durch deinen Hinweis auf den Knebel wurde es dann klar .... das ist die mechanische Feststellung der Hydraulikarme in ihrer obersten Stellung. Wenn du die Unterlenker bis zum höchsten Punkt anhebst und dann den Hebel verstellst, dann kannst du sie nicht mehr ablassen, sie sind dann verriegelt. Im Prinzip ist das eine mechanische Transportsicherung. Auf Daniels unterem Bild  ist die Verriegelung rechts unter dem Hubarmansatz schön zu sehen.

Auf dem selben Bild, aber weiter nach links,  ist auch schön das T-Stück zu sehen, an dem man für diesen oder jenen Zweck Druck von der Hydraulikpumpe abgreifen kann. Dieses T-Stück wird im Bedarfsfall durch ein Dreiwegehahn ersetzt.

Daran dachte Daniel, als er von Kipperanschluss sprach und ich, als ich darauf hinwies, das ich schon sah, dass da die Frontladerversorgung angeschlossen war.

So, mein Lieber, wie immer ... gutes Gelingen :-)

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Hallo Ulli - Hallo Daniel!

Vielen Dank für Eure letzten Tipps. Ich habe jetzt 20 Ltr. Stout 15 W40 bestellt und auch schon einen Speißkübel besorgt. Ich folge Eurem Rat und lasse alles ab. 

Mit den Ablaßschrtauben auf der rechten Seite vor den Sicherungen habe ich keine Schrauben entdeckt. Ich habe mal die ganze Reihe fotografiert. Vielleicht habe ich da etwas mißverstanden und habe sie zu tief gesucht. Aber oberhalb in Höhe des Sicherungskasten ist nur der Regler für die Senkgeschwindigkeit. 

Nächste Woche Dienstag werde ich die Aktion starten.

Liebe Grüße aus Hünfeld

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hallo Siggi,

herzlichen Glückwunsch zu deinem guten Entschluss.:-)

Vermutlich habe ich mal wieder viel zu umständlich erklärt, und dich dadurch teilweise eher verwirrt als informiert ... sorry ... das war nicht meine Absicht ...

Mein Hinweis mit dem Wellrohr zum Sicherungskasten sollte nur erklären, dass die hintere Ablassschraube wenn du von der Seite auf das Getriebegehäuse schaust eben von diesem Wellrohr verdeckt ist. Am Sicherungskasten sind keine Ablassschrauben.

Dann konnte ich natürlich auch nicht wissen, dass ein Seitenmähbalken angebaut ist.  Damit stimmt meine Aussage zu dem Deckel mittig unter dem Getriebe nicht. Werksseitig ist dort, wo der Mähwerksantrieb angeschraubt ist, nur ein halbrunder Deckel, in dem die dritte Ablassschraube platziert ist.

Auf dem zweituntersten deiner Bilder sieht man den Mähwerksantrieb (sehr rot )  und eine Eisenstange (mit einem Federsplint am Mähwerksantrieb gesichert) , die das Mähwerk abstützt. Dort an dem roten Mähwerksantrieb sollte irgendwo noch eine dritte Ablassschraube sein. Ob die allerdings auch einen Vierkantantrieb hat kann ich nicht sagen.

Ablassschrauben kann man gar nicht zu tief suchen *lächel*, die sind systembedingt ganz unten :-)

Neben Pappkarton und Putzlappen wäre unter Umständen eine Kiste Sägespäne nicht unvorteilhaft, die saugen (versehentlich ausgelaufenes) Öl auch gut auf.

für Dienstag also .... gutes Gelingen ... du schaffst das ...    ;-)

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Ulli ich kann dich beruhigen ich hatte dich verstanden 😉. Also kurz um die zwei die du schon gefunden hast und am Mähwerk Antrieb wird auch noch eine sein wahrscheinlich unten am tiefsten Punkt von unten oder seitlich nach vorne oder hinten. Als Tipp wäre noch zu erwähnen das bei Mähwerk Antrieb etwas mehr als die normalen 19l benötigt werden also kann es sein das du mit 20l etwas zu wenig haben könntest. Also wäre vorher schonmal abzuklären ob es in deiner Gegend auch noch Öl in geringen Mengen zu besorgen gibt falls du nur nen Liter zu wenig haben solltest.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Westmünsterland Daniel (MF30 MF65 Mk II)
 
Hallo Uli - Hallo Daniel,

Danke für die Antwort. Also sollten es ohne dieFüllstandsschraube an der Zapfwelle noch 3 Ablaßstellen sein. Wenn der Seitenantrieb nochmals 3 Liter Öl benötigt, könnt ich ihn im Prinzip auch bei dieser Aktion abbauen, denn mit dem Balken mäche ich ohnehin nicht, da auch der "Meister" in der Werkstatt beim Dachanbau den Hebel für die Stellungsneigung der Messers abgebrochen hat. Wenn es auch nicht so kompliziert ist, werfe ich den Balken bei der Ölaktion einfach runter.

Was muß ich da beachten, und was benötige ich, um ggfs den Öltransport zum Mähantrieb zu unterbinden?  Das Loch muß ja auch wieder zu gemacht werden.

Jetzt habt Ihr mich zu einem Komplettölwechsel überredet, vielleicht überredet Ihr mich auch zum Abbau des Balkens.  Nur der Traktor sollte danach noch laufen (lach).

Der Seitenanschluß mit dem Treibrad bleibt doch sicher dran - oder? Da kann ich wenigstens noch einen Bandriemen drum legen.

Ich habe bei dem  Anbaubalken nur die Versrebungen zum Mähgetriebe gesehen, den von Dir beschriebenen Splint und die Befestigung rechts an der Seite des Motors entlang. Dann sollte normal nichts schief gehen - oder?

Erst nochmals danke und liebe Grüße an Euch

Siggi
 
hi Siggi ... :-) ,

sofern du das Mähwerk ganz sicher nicht mehr brauchst kann ich deine Überlegung erst mal prinzipiell voll unterstützen, den Mähantrieb komplett abzubauen.

Den Mähbalken finde ich ohnehin ziemlich hinderlich bzw. nervig. Abzubauen wären da auf jeden Fall der Mähbalken und dessen Halterung, sowie alle Umlenkrollen und offensichtlich zu der Mähgeschichte gehörende Anbauteile.

Ein Problem wird sich ergeben ....  nämlich den passenden Deckel zu finden, um das Loch am Getriebeboden zu verschließen, das momentan noch vom Antrieb verschlossen ist.

Falls dein 130 erst einen Besitzer hatte könnte der Deckel noch in dessen Fundus sein, das dürfte aber eher unwahrscheinlich sein.

Hier im Forum haben wir ja die Rubrik "Marktplatz". Dort wird immer wieder mal genau dieser Deckel für die Baureihen MF 25, 30, 122, 130 angefragt.

Es werden immer mal Schlepper der genannten Reihen ausgeschlachtet und angeboten. Da dieser Deckel aber zum Getriebe gehört (will sagen, wenn ein (Aus-) Schlachter das Getriebe komplett verkaufen will, wirst du den Deckel einzeln kaum bekommen).Stelle einfach eine Suchanfrage hier im Forum, schaue bei Marktplatz verkaufen mal rückwärts, ob da jemand von Schlachtfest eines der genannten Typen schreibt, und schaue bei ebay ... wie auch immer, das wird von heute auf morgen nicht klappen.

Dieser Deckel wird sehr schwer bis überhaupt nicht zu bekommen sein.

Deshalb bist du vermutlich gut beraten, nur den eigentlichen Antrieb (also dieses kleine Kraftabnahmegetriebe mit dem Exzeterbolzen, das da unten in rot am Getriebegehäuse festgeschraubt ist) dran zu lassen.

Interessant finde ich die Frage, ob an diesem kleinen Kraftabzapfgetriebe eine Ölablassschraube zu finden ist. In der vorderen Kammer steht noch ganz schön viel Öl, wenn die hinteren beiden abgelassen sind.

Zusammenfassend, ich würde den kompletten Seitenmähwerkskram abbauen und auch unten den eigentlichen Antrieb, sofern ich den entsprechenden Originaldeck (dies ist ein Gussteil) bekommen könnte. Ansonsten halt nur den eigentlichen Kraftzapfer dranlassen.

Den "Öltransport zu Mähantrieb" kannst du nicht unterbinden, bzw. nur dadurch, dass du den Mähantrieb abbaust.

Du kannst dir das so vorstellen, in dem Getriebe ist unten ein großes Loch (so etwa über den dicken Daumen 200 x 70 mm), in diesem Loch schaut nach unten ein Teil eines reativ große Zahnradrades raus, in das zur Kraftabnahme ein kleineres vom Mähwerksantrieb eingreift. Deshalb ist das Ganze nur ein Ölkreis.

Da ich nicht einschätzen kann, ob die Schrauben des Mähantriebs alle metrische Köpfe haben wäre es sicherlich nicht von Nachteil, wenn du neben deinen Standardschraubenschlüsseln (10, 13, 17, 19 usw. )  zumindest einen Rollgabelschlüssel dabei hättest.

Die Originalschrauben am 130 sind alles Zollgrößen. Damit sind auch die Schlüsselweiten der Schraubenköpfe zöllig. Manche sind mit unseren ziemlich deckungsgleich, bei manchen riskierst du, dir die Schraubenköpfe trund zu drehen. Dort wäre der Einsatz eines Rollgabelschlüssels durchaus sinnvoll.

Nur, um den Mähwerkskram abzubauen ist die Anschaffung eines kompletten Schraubenschlüsselsatzes in Zollgröße wohl übertrieben, wenn du aber beabsichtigst, öfter am MF rumzusschrauben, wäre de Anschaffung entsprechenden Zollwerkzeugs durchaus zu überlegen.

Also, zum Mähwerksabbau ..... erst mal den eigentlichen Mähbalkenabschrauben, dann unten am Mähwerksantrieb den Federsplint raus, rechts am Mähwerksantriebsgehäuse ist nochmal eine Schraube, die die vordere Querstrebe hält, sowie der Rahmen, der am Motor nach vorne führt abschrauben.

Ob das nun wirklich dreil Liter Öl ausmacht scheint mir spekulativ.

Solange du den Originaldeckel nicht hast, kannst du den Antrieb nicht abbauen, da ja sonst ein Loch im Getriebeboden ist. Von daher wirst du den Antrieb erst mal dranlassen müssen, damit du wieder neues Öl einfüllen kannst.

Dir wie immer .... gutes Gelingen :-) toi, toi, toi

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

Ich glaubs nicht :-)! Ulli ist zeitgleich mit dem Sonnenschein auf der Erdoberfläche, bei mehr als 35 Grad im Schatten. Das hat es noch nicht gegeben.

Las mich raten mein Lieber, ich sags auch nicht weiter: der 4.236 von deinem 274er steht draußen, mit Vollast brüllend vor der 1000er Zapfwelle, um mit einem Kühlaggregat eines alten Fischtrawlers

deine Hütte auf 20 Grad runterzukühlen.

Beste und fröhliche Grüße in die Runde

+Matthes+
 
hallo Matthes *lächel*,

lieben Dank für deine Anteilnahme ;-)

gute Idee ... mal sehen, wo ich ein Kühlaggregat eines ausgeschlachteten Trawlers herbekomme :-)

momentan sind auch im Westerwald die Höhen nicht mehr frisch ... selbst hier oben hatten wir die letzten Tage schon 36 ° nach Celsius. Gemäß wetter-online haben wir es jetzt soweit geschafft ... da kann ich meine Schlaf-Wachphase wieder umstellen *schmunzel*.

ich freue mich sehr, dass du wieder rumblödelst   :-)   :-)    :-)

Dir und allen Anderen hier im Forum eine willkommene und schadensfreie Abkühlung  :-)

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Hallo Ulli,

ich bin sicher, Du hast mir sehr geholfen. Da das eine größere Aktion zu sein scheint, werde ich das alles an einem Tag veranstalten, wenn es nicht regnet und angenehme Temperaturen sin. Ich denke, daß ich mit dem Abbau des Mähbalkens, Ölwechsel und Filterreinigen an einem Tag fertig bin. Ich berichte Eu über den Erfolg. Danke nochmals.

Liebe Grüße

Siggi
 
Hallo Olli,

ich habe heute das Öl Komplett abgelassen und den Stabfilter ausgebaut. Der Vorgänger hat offenbar den Filter mit Gewalt eingebaut, denn er war völlig verformt, aber sauber. Das heißt, daß er überhaupt keine Filterwirkung zeigte.

Vielleicht kannst Du mir mit 2 Antworten helfen:

1. Wo bekomme ich auf dem schnellsten Wege ein neues Filterelement her?

2. Wo könnte der Morast sich abgesetzt haben und weshalb hat sich die Hydraulik so seltsam verhalten?

Der Simmerring zur Zapfwelle sollte auch erneuert werden.

Für Deine Hilfe bedanke ich mich sehr.

Liebe Grüße aus Hünfeld

Siggi
 
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