Öl aus Auspuff Perkins A4.212

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-MF50-

Gast
Hallo Kollegen! Habe das Problem,das mir mittlerweile nach Kurzstreckenbetrieb Öl aus dem Auspuff rotzt beim A4.212. Meine Frage ist,hat der Motor auch Ventilschaftdichtungen oder dichtet er nur zwischen Ventilführung und Ventil? Aus den Stehbolzen am Einlass und Auspuffkrümmer kommt nichts. Habe die Zylinderkopfschrauben auch mit 120 NM nachgezogen. Was wohl war,die Dichtung zwischen Kopf und Kipphebelwelle war zerbröselt,und ich habe sie erneuert. Bilde mir ein,das es seit dem ist,wo wieder vernünftig Öl auf den Ventiltrieb kommt. Die Kipphebel waren recht eingelaufen,habe sie glattgeschmirgelt und das Ventilspiel korrekt eingestellt. Meiner Meinung bleiben nur die Ventilführungen,die durch Schmierungsmangel verschlissen sein könnten,oder wenn ich Glück habe nur die Schaftdichtungen...Wenn er denn welche hat... Hat jemand eine Idee? Laufen tut der Motor super und bei längeren mittleren Drehzahlen verbrennt er das Öl,was im Krümmer ist-logisch,Leerlauf super nur nach 15 Minuten rotzt er... Lieben Gruß Frank
 
Ausserdem die Frage-hat der nasse Laufbüchsen oder trockene? Habe schon viele IHC Motoren überholt,aber noch nie einen Perkins...
 
Hallo Frank,

ist denn die Entlüftung im Ventildeckel frei?

Schaftdichtungen sollte der noch keine haben. Und die Wasserkanäle gehen bei dem meines Wissens auch direkt bis an / um die Buchsen.

Gruß,

MHF
 
Das hab ich bei meinen auch wenn ich mit dem holzspalter auf den standt stehe und mit gas fahre dan kommt auch öl aus dem auspuff das sind die Ventilschaftabdichtung die kosten um die 0.80€ ist aber viel arbeit den ganzen zylinderkopf zu zerlegen und die ventile einzuschleifen

Hier hast du einen Link 

http://www.oekoprofi.com/de/shop/produkte/show/ventilschaftabdichtung/ventilschaftabdichtung-a4212/
 
Dankeschön! Ja,die Entlüftung ist vollkommen frei! Naja,wenn er Schaftdichtungen hat bzw hätte,wäre das normal kein Problem die im eingebauten Zustand zu machen. Bei den IHC habe ich den 1. und 4. Zylinder bei Ot,danach nach 180 Grad Kurbelwellenstellung Zylinder 2 und 3 gemacht. Habe die Kipphebelwelle ausgebaut,statt dieser ein Stabeisen in die Böcke gelegt und mit einem ausgeflexten starken Flacheisen die Ventilfeder betätigt,Keile entnommen,Feder raus,Schaftdichtung erneuert und alles wieder montiert. Das geht eigentlich ganz gut,nur es ist darauf zu achten,das der betreffende Kolben oben steht,damit das Ventil nicht reinfallen kann. Und auch wichtig ist jedem Ventil mit kleinem Hammer eine zu hauen,damit sich die Keile richtig setzen. Nachteil der Methode ist allerdings,man entfernt die durch Ölverbrennen entstehende Ölkohle nicht und die Ventile sind nicht eingeschliffen. Allerdings brennen die Kanäle und Ventile bei Vollast dann frei... Ungefährlich ist das auch nicht,da die Ölkohle glühen kann und das Ventil nicht genug Zeit hat sich am Sitz zu kühlen,es könnte sich verziehen. Aber wenn es sich vorher noch nicht durch den Schmodder verzogen hat,ist die Chance gering,das es das genau dann tut... Kopf runter ist aber auch nicht so die Riesen Aktion...
 
Hallo!

Der 4.248 bei mir hatte Ventilschaftdichtungen! hab das nach der Methode wie -MF50- es beschrieben hat auch getan, mit dem Resultat das ich nach dem Tausch nur mehr 13bar stat 24bar auf einem Zylinder hatte und die Mühle nicht mehr angesprungen ist... ist so zu sagen mit vorsicht zu geniesen...

Kannst es dir ja anschauen habe alles hier im Forum dokumentiert, musst dich durch ein paar seiten druchklicken: 441029.forumromanum.com/member/forum/entry_ubb.user_441029.1283866015.1113522964.1113522964.1..html
 
Mit dem Kompressionsverlust kann ich mir nur erklären,das die Ventile eingeschlagen waren am Sitz und durch die entspannten Ventilfedern zum Sitz eingeschlagen sind und durch eine neue Position nicht mehr gasdicht geschlossen haben... Eine andere Erklärung habe ich nicht. Das kenne ich auch von IHC bei der D-Serie,wo die Ventile immer nur in einer Position auf und ab gingen und man ja die Position beim entspannen der Federn verändert hat... Diese Motoren hatten aber auch keine Schaftdichtungen. wenn sie blau geraucht haben oder Öl gespuckt,war das Maß zwischen Ventilführung und Ventil zu groß,musste die Führung aufgerieben und Übermassventile eingebaut werden.Das befiel aber nur die alten Motoren mit Vorkammer. Die neueren ab Bj 1965 hatten als Direkteinspritzer sogenannte Roto Cabs.Auf Deutsch rotierende Ventilteller. Dadurch wurden die Ventile bei jeder Betätigung gaaanz minimal verdreht und konnten sich nicht einschlagen und somit tritt das Phenomen da normal nie auf... Dachte das ist bei Perkins ähnlich,da sie ja als bekannt robust,modern und standfest bekannt sind...
 
Oh je... Tom,habe mir deinen Beitrag durch gelesen... Da kannst du ja als erwachsener Mann bald weinen... Der Perkins hat es ja regelmäßig geschafft dich an die Grenzen zu bringen.... Nervlich,Kraftmäßig und finanziell... Der Beitrag ist sehr gut und höchsten Respekt an dich. Das ist ja der Hammer,wie da die Büchsen festsitzen. Das mit den Einspritzdüsen ist ja fast unglaublich-glaube die waren vorher noch nie raus gewesen... Denke das mit neuem Kopf wird mir dann bestimmt auch nicht erspart bleiben. Der Motor ist in meinem 3303 Baggerlader Bj 1968,der ich glaube bei mir das erste mal vernünftig gewartet wird und schön überdacht steht...Da wird wohl noch einiges auf mich zu kommen! Vielen Dank für die Tipps!!! Der fergyfan Kopf... Ist das ein originaler Perkins oder ein Nachbau? Lieben Gruß Frank
 
Ja da hast du nicht unrecht... das war wirklich bald zum weinen zumal ich ein jahr später den nächsten Motorschaden hatte aber das ist eine andere Geschichte

Falls du teile brauchst ich hab noch einen kompleten Motorsatz für den 4.236 daheim liegen sollte auch auf deinen 4.212er passen

Gruß Tom

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Tom,was ist denn mit dem Motor passiert? Da war doch eigentlich alles neu dran,was man neu machen kann...
 
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Gruß Tom

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Tom... So viel Pech auf einmal ist selten... Ich glaube da hätte ich langsam echt die Geduld und die Fassung verloren...
 
Ich werde das Thema vorerst einmal ruhen lassen. Brauche die Maschine mindestens einmal pro Woche zum Brennholz holen. Werde mich damit wieder im Frühling /Frühsommer befassen,wenn es wärmer draussen ist... Und etwas Geld sparen für den Fall der Fälle,halbe Sachen mag ich nicht so...
 
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