Radlager MF 130

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vatti67

Gast
Hallo zusammen,

wenn ich am linken Hinterrad rüttel, dann spüre ich ein Knacken und dass das Rad etwas Spiel hat. Sehen kann man die spürbare Bewegung nicht. Ist das schon bedenklich oder besteht kein Grund zur Sorge? Am rechten Rad spüre ich gar nichts.

Danke & Gruß,

Holger
 
hallo Holger,

zumindest solltest du dich mal darum kümmern.

Aus der Ferne kann ich dir da keine verbindliche Auskunft geben. Dazu müsste ich selbst mal "gerüttelt* haben.

Extra für dich habe ich eben mal die Suchfunktion bemüht und mit den Filtern  ...130 endantrieb planetengetriebe ...

folgende Seite gefunden ...

441029.forumromanum.com/member/forum/forum.php?q=hinterrad_wackelt_mf130-deutsche_ferguson_und&action=ubb_show&entryid=1112722272&mainid=1112722272&threadid=1203005208&USER=user_441029

im Verlauf der Beiträge kannst du über einen weiteren LINK zu anderen threads finden, die auch dieses Thema behandeln.

Die Radlager sind üblicherweise nicht die Auslöser, der von dir beschriebenen Symptome. Ich dachte das zuerst auch und habe mir sofort beim LAMA 2 neue solche gekauft .... beim Erhalt der Rechnung ... fiel mir leicht die Kinnlade runter .... die Dinger waren unterm Strich ... viel Geld aus dem Fenster geschmissen.

Also ... ich habe dich so verstanden, dass du vor dem Hinterrad stehend in Achsrichtung (also rechtwinklig zur Fahrrichtung) das Rad von dir weg geschoben und auf dich zu gezogen und dabei festgestellt  hast,  dass es in Achsrichtung zu bewegen ist.

Falls diese Ausführung den Sachverhalt richtig beschreibt  wirst du nicht umhin kommen, den Endantrieb abzubauen und die Sachlage zu checken.

Falls du das alles bestätigen kannst hindert jetzt nur noch ein Seegering die Mitnehmerscheibe nebst Rad daran, abzufallen.

Das war auch bei mir der Fall. Besagter Ring sitzt auf einer Verzahnung, von der bei mir schon einige Zahnecken weggebrochen waren.

Du solltest das jetzt noch einmal sehr sorgsam überprüfen. Stell den 130 mal auf eine ebene und glatte Fläche (Straße, Hof, Garage) und mach diesen Rüttelversuch nochmal mit vollster Konzentration und versuche mal einzuschätzen, um wieviel cm der Reifen sich oben hin- und herbewegen lässt.

Die Ergebnisse solltest du dann hier mal posten.

freundliche Grüße

Ulli
 
Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Werde den Rütteltest nochmals genauer machen. Im Reparaturhandbuch kann ich den Seegering nicht finden. Wo sitzt der (und die Verzahnung) denn genau? Muss ich zur Kontrolle nur den Endabtrieb abnehmen oder auch komplett auseinanderbauen?

Gruß,

Holger
 
So, hab den Schlepper gerade hinten aufgebockt und nochmal gerüttelt. Man hört ein deutliches knacken, sieht aber kaum eine Bewegung. Man spürt sie. Ich würde sagen
 
Sorry Ulli, Holger

wenn ich mich da einmische.
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Aber zur Fehlerfindung scheint mir wichtig:

Sind lose Rad- oder Felgenkranzschrauben für das Spiel/Knacken auszuschließen?

Wegen des Gewichts des Rades ist es schwierig, mittels Rütteln am selbigem zwischen axialem (Endantriebsverzahnung)

und zumindest teilradialem ( Radlager) Spiel zu unterscheiden!

Wie sich ein Fühlen und Hören an einem zu rüttelnden Heizkörper äußert, keine Ahnung!

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthes,

ich bin für jeden Hinweis dankbar. Schliesslich hab ich meistens zwei Co-Piloten im Alter von 4 und 5 Jahren dabei und da möchte ich kein Risiko eingehen.

Die Radschrauben habe ich als erstes überprüft. Die sind fest. An die Felegnkranzschrauben habe ich nicht gedacht, Werd ich gleich morgen überprüfen. Danke!

Gruß,

Holger
 
hallo Holger, hi Matthes ;-)

Matthes hat natürlich völlig Recht mit den Schrauben ...

und auch den Vergleich zwischen Traktorrad und Heizkörper kann ich nicht so recht nachfühlen .

Das runde Teil, an dem das Rad festgeschraubt wird nennt man Mitnehmerscheibe. An dieser Scheibe ist hinten ein ca, 60 mm Bolzen mit einer Verzahnung .... man kann das Dingens auch als Achsstummel bezeichnen. Hinter dieser Scheibe ist der Stummel nur noch ca. 100 mm lang.

Der Seegering sitzt an dem Ende des Stummels in einer Nute, die in die Verzahnung gedreht ist.

Zum Rütteln hebe ich den Schlepper nicht hoch, das geht auch so.

Das Gefühl, das dabei entsteht, kann man schlecht in Worte fassen.

Also, in MEINEM Werkstatthandbuch ist minutiös geschildert, wo der Seegerring sitzt, und wie man den Endantrieb auseinanderbaut.

gutes Gelingen

freundliche Grüße

Ulli

PS.: Bist du denn dem Link aus meinem ersten Post  gefolgt und hast die Fäden (threads) gelesen?
 
Ja, hab mir alles angeschaut und weiß jetzt auch wo der Seegering ist.

Was hältst Du von dem (geringen) Spiel?

Gruß,

Holger

P.S. Vergesst den Heizkörper-Vergleich. Bei mir hängt einer im Büro und wenn ich an dem rüttel fühlt es sich genauso an.
 
hallo Holger,

nach meiner Einschätzung ist an dieser Stelle JEDES Spiel zuviel und verdächtig.

Der Endantrieb wird mit Vorspannung auf die Radlager zusammengebaut ... damit spielfrei ... ansonsten kann an dieser Stelle nur noch die Presspassung Spiel ergeben.

Ein kleines Gedankenspiel zum Thema Radlager ... wenn du den Endantrieb auseinanderschraubst kannst du nur das Innere der Lager in Augenschein nehmen, das Äußere sitzt, vom Planetenradgehäuse verdeckt, im äußeren Endantriebsgehäuse.

Eine Möglichkeit wäre noch, dass beim letzten Zusammenbau des Endantriebs keine Vorspannung erzeugt worden wäre. Dies zu überprüfen ist im Werkstatthandbuch recht anschaulich beschrieben.

freundliche Grüße

Ulli
 
Verdammt lang her, ich weiß es nicht mehr
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.

Habe mir noch mal den RLF zu Gemüte geführt, ist allerdings von den größeren 100er Modellen.Weiß nicht,

ob das auf den 130er passt. Lt. selbigem darf das Axialspiel zwischen Sicherungsring und Ring des Außenlagers max 0,025 mm betragen.

Das dürfte kaum spür- und schon gar nicht hörbar sein, oder?

@ Ulli (schönen Gruß)

So wirklich sicherheitsrelevant, ob der Stummel rauswandern kann, ist doch immer nur der Sicherungsring vor dem Lager, oder?

Die Presspassung des Planetengehäuses unterstützt das vielleicht, dient aber unter Berücksichtigung des Flankenspiels

der Planeten und Sonne eher zur Reduzierung des Radialspiels zum inneren Konuslager. Was meinst du?

@Holger

Wie Ulli richtig schreibt, sollte außerhalb der 0,025 mm Axialspiel nichts vorhanden sein.

Versuche bitte mal genau zu testen, ob es reines Axialspiel, und / oder Radialspiel (fehlende Vorspannung der Lager) ist.

Besonders wegen deiner beiden Soziusse:-) möchte ich weder "Unbedenklichkeitserklärung" , noch übertriebene "Pingeligkeit" propagieren.

Wurden jetzt alle anderen Fehlerquellen ausgeschlossen?

Was machst du eigentlich mit deinem 130er?

Muß der arbeiten oder fahrt ihr nur spazieren?

Gruß aus dem staubtrockenen Taunus

+Matthes+
 
hallo Holger,

die einfachste Variante ist die Prüfung des Radlagerspiels gemäß Werkstatthandbuch (WHB). Wenn sich die Mitnehmerscheibe axial nicht hin- und herbewegen lässt, sollte die Passung ok sein. Allerdings kannst du da ruhig vorher gut frühstücken und dann mit Macht der Scheibe begegnen. Will sagen .... nicht zimperlich zu Werke gehen.

@ Matthes *lächel* (ich grüße mal schön zurück)
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von 135 auf 130 zu schließen ist "nicht zielführend" *grins*,  wie ich der Tage schon mal irgendwo schrieb .... der

MF 130   ist Schlepper "light", das ist nicht nur eine abgespeckte Variante der größeren, sondern eine völlig andere, einfachere Konzeption. Das musste vor allem billig sein ... und so ist es dann auch.  Das Lagerspiel von 0,025 ist eines der wenigen Dinge, die für 130 und 135 gleich sind *lachmichweg*.

Und diese Presspassung ist bei den Kleinen einfach etwas zu bescheiden dimensioniert.

Allerdings ist Holgers 130 der erste von dem ich höre, bei dem die linke Seite betroffen ist.

Ich konnte damals hier von MarioMF die linke Seite bekommen, die ich dann auf rechts umgebaut habe.

Während sich 133 und 135 weitgehend ähneln hat der 130 mit den beiden keine Gemeinsamkeiten.

Der Seegerring ist lediglich ein Sicherungsring (der im Ernstfall sichert) aber absolut keine alltagstaugliche Einrichtung. Wenn du dir mal die verschiedenen Belastungsarten anschaust, derer die ganze Einheit ausgesetzt ist ....

da haben wir Zugkräfte in Achsrichtung, durch jede Radumdrehung mit ständig auftretenden Lastwechseln immense Biegebelastungen (neben dem Schleppergewicht auch noch Aufliegelasten von Anhängern an der Kupplung oder gar an der Hitch, oder durch nach hinten auskragenden Lasten am Dreipunkt ... dazu kommen noch heftigste dynamische Lasten, wobei die Torrsion durch die Verzahnung übertragen wird ). Mit alledem wäre der kleine Seegering restlos überfordert.

An einer funktionierenden Presspassung führt also absolut kein Weg vorbei, selbst  wenn man nur damit spazieren fährt.

Wie ich auch schon schrieb, sind an meinem Achsstummel (dort ist ja eine Nut in die Verzahnung eingestochen ... ca 4 mm vom Wellenende) schon einige Zähne ausgebrochen, so dass der Seegering nicht mehr auf allen Zähnen Halt fand. Wenn ich dies weiter hätte schleifen lassen, würde ich evtl. heute schon keine Kommentare dazu verfassen *lach*.

und noch ein Hinweis an Holger ...

wir können dir hier gerne mit Rat zur Seite stehen .... die Entscheidung, wie du nun mit der Situation verfährst, kann dir hier niemand abnehmen.

Wenn die Passung ausgeschlagen ist, sollen laut WHB Planetenradgehäuse und Mitnehmerscheibe erneuert werden. Dies ist leider nur eine theoretische Option, weil besagte Teile nicht mehr zu haben sind. Infolgedessen bist du gnadenlos auf den Gebrauchtmarkt angewiesen.

Im Klartext musst du schauen, ob jemand hier unter Marktplatz oder auch bei ebay etc. eine solche Einheit von MF 25, 30, 122, 130 (oft als kompletten Achstrichter) verkauft.  Zugegeben, das ist mit Risiko behaftet. Es gibt immer wieder Zeitgenossen, die andere über den Tisch ziehen.

Eine Überlegung noch zu dem von dir beschriebenen kleinen Spiel. Ursprünglich waren alle Passungen fest. Wenn die Lockerung begann war das Spiel anfänglich sicher noch keine 2 cm am Reifenumfang.  Möglichenfalls ist dein 130 gerade in der Lockerungsphase ... das ist natürlich nur wild Spekulation.

freundliche Grüße

Ulli
 
So, neue Erkenntnisse. Das Spiel fühlt man nur, wenn man am höchsten Punkt des Rades (Durchmesser vertikal) rüttelt. Rüttelt man dagegen am vordersten oder hintersten Punkt (Durchmesser horizontal) tut sich gar nix.

Und ganz klar, ich frage hier um Rat. Dass ich hieraus keine Haftungsansprüche herleite versteht sich von selbst. Ich entscheide wie ich mit der Situation umgehe.

Nun zur Frage was ich mit dem MF130 mache. Er muss nur insofern arbeiten, als dass er einmal im Jahr zum Holzmachen (ca. 3 fm) als Zugmaschine mit 3,5to-Hänger eingesetzt wird. Ansonsten wird mit dem Gespann mal ein wenig Sperrmüll oder Gartenschnitt entsorgt. den Rest der jährlich ca. 20 Betriebstunden fährt der Schlepper spazieren. Auf der Uhr hat der Schlepper 4370h. Ob es 14.370h sind weiß ich nicht. Zylinderkopfdichtung (mit Planschliefen des Zylinderkopfes und Ventiltausch) und Überhoung der E-Pumpe wurden letztes Jahr gemacht. Insofern wäre es sehr schade, wenn er wegen nicht erhältlicher Ersatzteile zum Schlachthof müsste.:(

Gruß,

Holger

P.S.: Felgenkranzschrauben waren auch nicht die Ursache.
 
hallo Holger,

niemand sagt, dass er zum Schlachthof müsse.

zuerst muss doch mal zweifelsfrei abgeklärt werden, ob es die Passverbindung ist.

Wenn da jeglicher Zweifel ausgeräumt ist kann man schauen, wie man weiter verfährt. Es gibt immer einen Weg (nicht den zum Schlachthof *lächel*) .

Sicher klackert er am leichtesten, wenn du den Reifen oben packst. Seitlich musst du mehr Kraft aufwenden, wenn du das aber so versuchst muss das Spiel auch so feststellbar sein. Das funktioniert unabhängig davon, ob nun das Radlager die Ursache wäre oder eine ausgejuckelte Passverbindung.

freundliche Grüße

Ulli
 
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