[Schraubertipp!] keine Leistung, 50bar Druck an der Hydraulik, Bericht, Do It Your Self

  • Ersteller Ersteller TomRon
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T

TomRon

Gast
Vielleicht kann der eine oder andere mal diese Anleitung gut gebrauchen. Der Bericht dürfte meiner Meinung nach auf alle MF 100 (MF135-MF188) anwendbar sein

Vorweg will ich mich noch für die fachliche Hilfe und Analyse bei +Matthes+ bedanken!

Problem / Symptom: 50bar Maximaldruck von der Hydraulikpumpe, 160-170bar sollte sie haben
Ursache: defekter O-Ring im Stopfen des Auslassventils an der Hydraulikpumpe

Bericht:
Letzten Freitag Abend habe ich bis nach Mitternacht am MF 165 geschraubt. Nachdem ich endlich den rechten Inspektionsdeckel runterbekam konnte ich mir erstmals einen Blick in das innere verschaffen. Eine der sechs Schrauben ist als Schlitzsenkopfschraube ausgeführt welche ich erst mit einem Druckluftschlagschrauber heraus bekam.

Habe dann mit einem Spiegel und einer Taschenlampe bei Standgas im Bereich des Steigrohres eine deutliche Leckstelle identifizieren können. Das Öl floß in einem großen Strom hinter dem Steigrohr runter in das Gehäuse. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch vermutet, dass das Leck am Steigrohr war.
Habe den Hydraulikdeckel mit einem Flaschenzug vom Hinterachsgetriebeblock abgehoben, und die Ventilbetätigungsrolle ausgespannt. Das zurückklappen des Deckels laut RLF hat nicht wirklich funktioniert, darum die Variante mit dem Flaschenzug.
Habe dann das Sieb gereinigt welches total verlegt war und den O-Ring am Steigrohr samt Federring auch getauscht, aufgefallen ist mir das der O-Ring und der Federring im Vergleich zur Teileliste vertauscht war. Filter montiert, Sicherungsdraht wieder angebracht, Hydraulikdeckel wieder eingeführt, Rolle wieder eingespannt und Öl aufgefüllt, Motor gestartet, Druck = 50bar!?! :(((
Hab das Projekt für diesen Abend eingestellt nachdem das Öl weiterhin in Strömen hinter dem Steigrohr floss.

Heute dann nochmalige Fehleranalyse mit dem USB Endoskop, wo ich dann eindeutig feststellen konnte das das Leck nicht mehr vom Steigrohr stammen kann, sondern von der dahinter liegenden Pumpzylinder.
Ein Bekannter kam dann hinzu und gab mir den Tipp mit Druckluft in das System zu blasen. Dabei fiel auf, das bei Stellung "Förderung"= äußerer Hebel nach oben, innerer auf außen liegende Zylinder das System nicht dicht war, die Druckluft wurde am Steigrohr eingeleitet.

Rolle wieder raus, Hydraulikdeckel wieder abgehoben. Duckluft wurde jetzt direkt am Ausgang der Pumpe, dort wo das Steigrohr eingreift eingeleitet, und die Leckstelle konnte sofort identifiziert werden. Das erste Ventil hinter dem Steigrohr war undicht, dort trat die Luft wieder raus.
Im ersten Moment dachte ich das ich jetzt die ganze Pumpe ausbauen muss, aber nach kurzer Überlegung lag es nahe, dass mann das Ventil auch im eingebauten Zustand der Hydraulikpumpe, ausbauen kann.
Gesagt getan, Sicherungsring entfernt, den Stopfen dann mit einem kurzen Druckluftstoß aus dem Gehäuse gepresst und schon war der Übeltäter gefunden. Der O-Ring am Stopfen war "durchgeschossen". Habe mir dann noch das Ventil angesehen, sah jetzt nicht defekt oder verschlissen aus. Zum Glück habe ich vor ca. 1,5 Jahren bei einem Händler aus England mehrere Sachen für den MF bestellt, unter anderem eine Ventildichtsatz für die MF Hydraulikpumpe, somit hatte ich den passenden Dichtring parat.... das nennt man dann Glück im Unglück.
Ventil+Stopfen+Sicherungsring wieder eingesetzt, die anschließende Druckprüfung mit Druckluft war positiv, jetzt war alles dicht!!!
Den Getriebeölfilter habe ich am Vortag falsch herum eingebaut, das habe ich dann auch gleich bereinigen können, Öl aufgefüllt, Hydraulikdeckel wieder eingesetzt, Rolle wieder eingespannt. Motor gestartet Drucktest 50bar!?! wassss!!! Jetzt war alles dicht und immer noch nicht genug Druck vorhanden. Nachdem ich dann mit dem Finger auf den Hebel des Zugkraftverstärkers gedrückt habe und die Nadel am Manometer über 160bar ausschlug war klar es kann sich jetzt nur mehr um eine Einstellungsache handeln.

Im RLF geschmöckert nach einer Stunde herumprobieren, verstellte ich dann den Zugkraftverstärker um eine Raste und drehte dann noch ein paar Rasten an der oberen Rändelschraube und siehe da der Druck stieg an, ich stellte ihn dann auf 170 bar ein.

und hier ein paar Beweisfotos:

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Gruß Tom

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Hallo Tom,
gern geschehen .
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Hast du jetzt mit dem FL schon gearbeitet ?
Und : Hat sich beim MP was verändert ? (Wäre ja möglich,so wie der Siebfilter aussah)

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthias!

Ja ich habe mit dem FL schon gearbeitet, ein TRAUM!! der FL fährt jetzt hoch ohne irgend ein Mätzchen zu machen... jetzt drückt der FL den MF 165 beim hochheben richtig nach hinten wenn die Gabel ganz im Mist steckt, obwohl ich voll auf der Bremse stehe.... Die Operation hat sich ausgezahlt *g*. Ich denke die 170bar sind derzeit ausreichend, ich habe auch gemerkt, das bei höherere Drehzahl der Druck auf 180 bis 190bar ansteigt.

Rein subjektiv schaltet das MP deutlich schneller, früher hatte ich das Gefühl das es eine gewisse Totzeit / Verzögerung gibt bis das MP schaltete. Das 25 bar Manometer habe ich noch nicht verbauen können. Das MP Filter habe ich bereits getauscht.

Gruß Tom

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Hi,

ein kurzer Tipp bzgl. Hydraulikdeckel mit Flaschenzug aufheben.

Ich hab mir dazu eine Adapterplatte mit Öse gebaut, die anstelle vom Sitz aufgeschraubt wird.
Da kann man dann ganz einfach einhängen und sauber hochziehen und auch wieder ablassen.
Man sollte nur zu zweit sein, da man an der Stelle nicht den Schwerpunkt erwischt.

Gruß

Michael
 
Hallo Leute!

Gestern war es dann so weit..... Totalausfall der Hydraulik!

Diesmal 0 bar, 0 Förderung...

na dann werden wir mal wieder den Deckel öffnen
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Gruß Tom

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So gestern war es dann soweit der Deckel wurde geöffnet..

und schon beim öffnen war klar wo es hackt.
Das Ventil bzw die dazugehörigen Teile (Stopfen, federn,...) welches ich voriges Jahr schon instand gesetzt habe ist aus mir noch unerklärlichen gründen im Getriebegehäuse herum gelegen. der Spannring dürfte sich irgendwie gelöst haben und dann war es nur eine Frage des Druckes und der ganze Schmarren wurde im Getriebegehäuse verteilt.

Auslassventil und die zwei Federn konnte ich nach dem Ablassen des Öles sofort sehen und mit dem Magnet bergen.

Danach begann die Stundenlange Suche nach den restlichen Teilen.

Erst nachdem ich mein USB Endoskop flott gemacht habe konnte ich den Stopfen aufspüren und bergen welcher sich unter dem Zahnrad der Multipower Pumpe befand.
Den Spannring konnte ich kurz danach aufspüren jedoch das bergen dauerte 3 Stunden da ich keinen Zugang für meinen Magneten fand und durch anblasen mit Druckluft sich auch nichts tat. Schlussendlich konnte ich dann mit einem Drahthacken den ich über das Auge des Endoskopes eingefädelt hatte den Spanring soweit verschieben, dass ich ihn mit dem Magneten zu fassen bekam.... ich sags euch das war echt kein Spaß mehr....
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jetzt fehlt mir nur das kleine Einlassventil... dann sollt ich alle Teile haben
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was mir gestern noch aufgefallen ist, der O-Ring welchen ich vor einem Jahr getauscht habe ist heute schon wieder leicht angefressen.... es war hier auch nur eine Frage der Zeit bis auch dieser O-Ring durch ist.... äußerst komisch
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Gruß Tom

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Hallo Tom,
habe jetzt deinen Bericht gelesen u. auch deine pm bekommen.:-) Danke!
Schöner Mist, aber in der Ursachenforschung kann es,wie auch immer, doch nur am Sicherungsring gelegen haben.
Entweder nicht richtig in der Nut montiert,oder Nut oder Ring verschliessen.
Daß der O-Ring schon wieder "angefressen" aussieht, ist doch bei sich langsam lösenden Stopfen zu erwarten,oder sehe ich das falsch?
Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthias,

d‘accord ... es kann nur an dem Sicherungsring liegen

Daß der O-Ring schon wieder "angefressen" aussieht, ist doch bei sich langsam lösenden Stopfen zu erwarten,oder sehe ich das falsch?

also ich denke der Stopfen dürfte bei knapp 200bar sofort in die Luft gegangen sein (Sicherungsring weg... Stopfen puff und weg).... also langsam denke ich ging da nix

Gruß Tom

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Hallo Thomas,
da hast du recht.
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Hatte das, wohl fälschlicherweise, so in Erinnerung,daß der Stopfen eingeschraubt ist und der Sicherungsring nur das Rausdrehen verhindern soll.Sorry!
Hast du eine mögliche Ursache an Ring oder Ringnut feststellen können?
Hast du jetzt das Einlaßventil gefunden?
Hypothese:Könnte es sein daß,warum auch immer ( Verschleiß ?),bei diesem Stopfen/Ventil zu viel Spiel zwischen Stopfen und Sicherungsring ist,so daß Stopfen und O-Ring bei jedem Kolbenhub wandert und den O-Ring aufreibt/anfrisst?
Könnte man zur Abhilfe eine Stahl-Ausgleichscheibe zwischen Stopfen und Sicherungsring zufügen?

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthias,

ja hab das Ventil gefunden.... war noch in der Pumpe
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.... und ich such verzweifelt im Getriebegehäuse danach
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Ich habe jetzt beim LaMa einen neuen Stopfen mit Dichtung und Seegerring geholt um die angesprochenen Dinge auszuschließen... der neue Stopfen ist jedoch um 4 Zehntel im Durchmesser kleiner
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Leider hat mir der Lama am Mittwoch die falsche Dichtung verkauft, gestern (Do.) war ich noch mal dort hab die richtigen O-Ringe mit genommen... nur jetzt ist mir der Sicherungsring flöten gegangen...
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.... jetzt ist das Projekt bis Montag gefroren da bei uns heute Feiertag ist.

Bilder folgen noch..,

Gruß Tom

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Es geht weiter... die Stunden vergehen... das Wetter ist für die Jahreszeit mehr als bescheiden um es noch nett auszudrücken... jedoch kann ich leider keine Erfolgsmeldung verkünden .... nie den Humor verlieren sagt man doch....
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Ich habe jetzt den Stopfen + O-Ring und Seegerring neu gegeben, alles wieder ein und zusammen gebaut, Filter noch mal durch gereinigt und gesichert und den Hydraulikdeckel wieder abgesenkt... Rolle wieder eingesetzt

Nachdem ich das jetzt schon zum 2. Mal mache stellt sich mir immer wieder die Frage.... musste es denn wirklich so kompliziert konstruiert werden.... wenn du da nicht wirklich viel Fingerspitzengefühl hast ist das Einsetzten der Ventilbetätigungsrolle ein Krampf und für jemand ungeübten faktisch unlösbar.... eine unachtsame Bewegung und schon liegt die Rolle im Getriebegehäuse...toll!.. mir ist es nicht passiert... aber sicher anderen.... naja genug geschmollt.

Ohne Last auf den Unterlenkern ging das auf und absenken
Jedoch als ich mein Gewicht (15 Autobremsscheiben) an die Lenker schnallte und aufhob war es schon wieder geschehen.... kein Druck mehr und der ganze Plunder lag schon wieder außerhalb der Pumpe.

Toll... irgend wie dürfte bei der 1. Reparatur die Nut für den Sicherungsring beschädigt worden sein... der Bekannte der mir damals geholfen hat ging beim raus operieren des Sicherungsring nicht gerade Zimperlich um.... Aber warum hat er dann ein ganzes Jahr gehalten... es ist für mich unverständlich warum das ganze erst nach einem Jahr versagt?... Tja was nun... jetzt ist guter Rat teuer....

Wäre eine Fehlfunktion der Pumpe irgendwie denkbar? Verstopfter Kanal? was weiß ich.... und deswegen popt es den Stopfen raus weil der Druck nirgends weg kann??
momentan ist meine Motivation sowas von im Keller

Vielleicht hat ja wer noch eine zündende Idee?

:(

Gruß Tom

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Hallo Thomas,
vielleicht ja: Nach genauer Studie der Original MF-ET Liste und hoffentlich richtiger Interpretation der Fußnoten scheint es für den 165er verschiedene Pumpen zu geben.Einmal bis Fahrgestellnummer 173088,einmal ab 173089. Bei der Letzteren ist als Pos. 49 zusätzlich eine Scheibe unter dem Stopfen eingebaut.Ich scanne die Seiten nachher mal ein und schicke sie dir kommentarlos per mail.
Hast du bisher nur das eine Ventil rausgehabt? Der Stopfen hat doch einen Sitz,oder? Wenn du den Stopfen fest reindrückst,hast du dann Spiel bis zum Sicherungsring? Falls ja,würde das auch den Verschleiß des O-Rings erklären.
Bis später, Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthias!

Danke für die Auszüge, zweiteres zeigt die Pumpe mit Filterdemontage nach unten.... so wie bei den 500er.. also für mich eher nicht anwendbar.

aber!!!

Habe jetzt nachdem du das Spiel angesprochen hast zwischen dem alten und neuen Stopfen verglichen beide jeweils ohne O-Ring und Ventile eingesetzt und mit dem Magnet konnte ich das Spiel abschätzen... mit erschrecken stellte ich fest, dass der neue Stopfen äußerst viel Spiel aufwies... mit dem alten Stopfen hat ich ein Spiel von geschätzt ein paar zentel... aber nachdem ich die beiden Stopfen mal nebeneinander gestellt hatte, brauchte man kein Messgerät um zu sehen das der neu Stopfen kürzer ist... genau genommen ist der alte 1.2mm höher als der neue (beide Stopfen sind original MF Teile!!!)

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Habe dann die Ventile wieder eingeführt und den alten Stopfen samt neuer Dichtung wieder verbaut, Seegerring und wieder alles zusammen gebaut.

Selbes Spiel wie vorher auf "Transport" konnte ich die Arme in allen Positionen auf und ab bewegen.

Dann stellte ich den Hebel auf Zugkraftverstärker und begann langsam den Druck zu erhöhen bis bei 150bar wieder alles durch die Gegend flog
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Vom Gefühl her sag ich mal heute hatte ich deutlich mehr Druck am System als gestern den die 100kg an den Unterlenkern gestern brachten keine 150 bar am System.

Ich schätze mal es wird an der Nut vom Sicherungsring liegen.. habe versucht ein aussagekräftiges Makro zu schießen.... tja, das kommt davon wenn man andere herum werken läßt... mach es selbst sonst wirds nix

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Gruß Tom

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Hallo Thomas,
ja, die Ringnut sieht wirklich ziemlich ausgenudelt aus.Die Kanten sind schon sehr rund.
Und nun? Pumpe raus und Ventilgehäuse erneuern?
Schöner Mist!

Gruß +Matthes+
 
Hallo Thomas,
ich weiß,jetzt wirds abenteuerlich:
Ich habe wenig bis keine Ahnung von Materialkunde,im speziellen Fall des Ventilgehäuses.(Vielleicht kann sich ja noch ein Fachmann aus dem Forum einklinken) ?
Ich würde Folgendes noch versuchen,zu verlieren hast du ja nichts,im schlechtesten Fall ein neues Ventilgehäuse,aber das bräuchtest du sowieso.
Also: Du baust alles ,Ventile mit Stopfen und Sicherungsring, wieder möglichst spielfrei zusammen.
Dann nimmst du einen feinen Meißel und gestaltest den oberen Rand der Ringnut nach innen ähnlich einem Kronkorken.Bin sicher,du weißt wie ichs meine.
Es gibt nur zwei mögliche Ergebnisse: Es hält, und du wirst den Stopfen in eingebautem Zustand der Pumpe nie wieder rausbekommen. Es hält nicht, und wir sind wieder an der Ursache des Problems.

Gruß +Matthes+

P.S.An alle Sprachlehrer
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:die falsche Interpunktion vor dem "und" ist bewußt gewählt!

@Hartmut (Uralguppe): Jetzt sag doch auch mal was dazu.Was würdest du mit einer ausgelutschten Ringnut machen?
 
Hi,

ich hätte ne Idee. Die ist zwar nicht ganz easy, aber müsste dein Pumpengehäuse ziemlich gut retten.

Man müsste das Gehäuse auf eine Fräsmaschine spannen und entsprechend ausrichten.
Dann kann man mit einem Ausdrehkopf und entsprechenden Hakendrehmeißel den Einstich für den Sicherungsring vergrößern und er würde somit wieder reinpassen/mehr halt haben.

Im Zweifelsfall müsste man halt den nächstgrößten metrischen Sicherungsring nehmen.

Fräsmaschine hab ich. Ausdrehkopf müsste ich mir irgendwo ausleihen. :(

Liegt an dir... bevor du das Gehäuse wegschmeißt, kannst es ja auch mir schicken.
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Gruß

Michael
 
Hallo Leute!

Danke für eure eine Tipps!

Die Kronkorken-Technik finde ich interessant... wird dann die ultimo ratio sein. aber denke das das schon funktionieren könnte.

@Michael
Dein tipp ist ja nicht schlecht... aber genau das will ich tunlichst vermeiden die Pumpe auszubauen... ich kann mich jetzt voreilig irren, aber ich bin der Meinung mit IPTO (unabh. Zapfwelle) muss der Schlepper getrennt werden... man möge mich bitte berichtigen wenn ich falsch liege... sollte dem so sein dann Pumpe raus und neue Zylinder rein, komplette Rep-Set‘s gibts mittlerweile unter 150€ angeboten...

Was haltet ihr davon die Nut mit einem Dremel tiefer zu schleifen und wie von Micheal schon angesprochen einen Größeren Sicherungsring einzusetzen? Das geht ohne das ich die Pumpe ausbauen muss.

Gruß Tom

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Hi,

probiers aus mit dem Dremel.
Aber bitte alle Späne entfernen. ;)

Gruß

Michael
 
Hallo Leute!

Gestern habe ich dann wieder zum mittlerweile X. Mal den Deckel geöffnet.

So sah es dann drinnen aus:

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Toll! nun ist es dann endlich eingetreten was ich schon zu anfangs gedacht hatte... der Stopfen und die Feder haben sich in der Pumpe gefangen und dann kam es zur schönen Kaltvervormung.

Habe dann wieder Öl abgelassen und den fehlenden Sicherungsring gesucht und nach ca 30 minütiger pfrümelei mit Drahtfanghacken und USB Endoskop hatte ich das sche... Teil dann endlich soweit das ich es mit dem Magneten endlich zu fassen bekam

Danach hab ich mit dem Drehmel ein wenig die Nut nachgefräßt und die Späne natürlich schön entsorgt.

Alles wieder Zusammen gebaut und dann die Kronkorken-Technik von Matthias angewandt.
Ergebnis:

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Deckel Drauf Rolle rein

Dann wieder den Druck am Zugkraftverstärker erhöht..... 50bar und wieder puff
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Diesmal hat es nur den Sicherungsring durch die Gegend geschleudert der Stopfen blieb dank "Krone" noch in der Bohrung stecken.

Toll! was bleibt mir jetzt über als Pumpe ausbauen... außer fest schweißen nichts.

Hab mal gleich in meinen Unterlagen gekramt und bin dann recht schnell fündig geworden.

Tja hast du einen MF ohne Schnick Schnack wie Multi Power oder unabhängige Zapfwelle dann ist der Pumpenausbau zwar auch nicht gerade mit links gemacht aber er ist immerhin noch mit Bordmittel zu bewerkstelligen da man die Pumpe ohne große Demontagen aus dem Gehäuse herausbekommt.

Hast jedoch MP und so wie ich auch noch ne IPTO dann bekommt man als Besitzer dieses Fahrzeuges bei einem Schaden der Pumpe nur ein langes Gesicht.

Laut MF WHB ist nämlich bei IPTO der Schlepper beim Hinterachsgehäuse zu trennen!! Prost mal Zeit.

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Ich war von je her schon ein MF Fan aber aus meiner Sichtweise kann ich hier nur von einer Fehlkonstruktion sprechen. So wie mir es hier vorkommt ist damals kein Wert auf Serviceierbarkeit sondern auf Funktionsumfang gelegt worden. Die Pumpe war ja in ihrer Ursprungsversion... (bitte jetzt nicht schlagen wenn es nicht ganz korrekt ist)... im MF 35 (oder auch schon vorher) über den Hydraulikdeckel demontierbar... je mehr Funktionen der Schlepper bekam desto enger wurde es in Getriebegehäuse ... zu Lasten der Serviceierbarkeit... Dummer weise hat sich an dieser Konstruktion zwischen ca 1960 und 1980 nichts geändert.... Die Landini MF‘s glaub ich haben ihre HD Pumpe außen angeflanscht sowie auch die Hubzylinder extern angebracht
Finde ich persönlich deutlich besser. Für mich persönlich wars der letzte MF der auf der Basis gebaut wurde

Was machen wir jetzt??? schrotten?? braucht wer Teile

Gruß Tom

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Hallo Thomas,
schöner Mist,kann deinen Frust gut verstehen
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.

Jedoch: Sooo aufwendig ist das Trennen am Zentralgehäuse auch wieder nicht. Jedenfalls wesentlich weniger Arbeit, als an der Kupplung zu trennen.Den Hydraulikdeckel hast du ja schon ab. Du hast nur wenig Elektrik nach hinten und die Bremsgestänge sowie MP-Leitung, Leitung zum FL ,Trittbretter.
Die wichtigsten Voraussetzungen sind: ebener Betonfußboden, einen Hubwagen , 2-3 Euro-Paletten und ein paar Klötze/Keile.
Hinterteil mit festgekeilten Rädern und Bock unterm Zentralgehäuse fixieren.2-3 Euro-Paletten(je nach Höhe) unter Ölwanne und Getriebe mit Klötzen/Keilen unterfüttern. Nicht vergessen,den Pendelweg der Vorderachse mittels Keilen zu blockieren. Dann, nach den Vorarbeiten (siehe oben),Flanschschrauben lösen und mit dem Hubwagen das Vorderteil nach vorne wegziehen.
Was ich leider nicht beurteilen kann,ist der Aufwand bzgl. der bei dir aufgebauten Kabine.Hatte bei meinem 178er nur ein Fritzmeier-Verdeck drauf und das verblieb komplett auf dem Hinterteil.
Deine Bemerkung "schrotten/wer braucht Teile" schiebe ich jetzt mal auf deinen Frust.(verständlicherweise)
Ich weiß nicht,was ein neues Ventilgehäuse kostet,aber ich weiß, daß man eine komplette neue Pumpe im Netz für ca. 650 € bekommt.
Okay,es sind gesamt vielleicht 2 Tage Arbeit.
Aber dafür schrottet man doch keinen 165er mit FL, der auch noch eine neulackierte Motorhaube/ Frontschutz :-)

Gruß +Matthes+
 
Was ich noch vergessen habe:
Wie du weißt,habe ich noch einen echten MF,nämlich den 135er, und einen MF-Landini,nämlich den 273A .
Ja, beim Landini sitzt die Hydraulik(zahnrad)pumpe an der Stelle(Steuergehäuse),wo beim MF die Lenkungspumpe sitzt.Die Lenkungspumpe ist vorne auf die Kurbelwelle geflanscht,mit einem Blechhalter geschützt vor Verdrehung.
Okay,die Zahnradpumpe beim Landini hat 38l/min (was aber für die heutigen Verhältnisse auch nicht mehr reicht), die Kolbenpumpe vom MF hat 17l/min.
Und jetzt frage mal Anwender,die mit MF,aber ohne äußere Kreisläufe unterwegs sind.
Da wird dir jeder sagen,daß die Regelhydraulik von MF bisher unübertroffen ist.
Ja,es ist in der Praxis ziemlich verbaut.Aber es hat seinen Grund,warum MF so lange seine Kolbenpumpen plus Zahnradpumpen für Zusatzhydraulik eingebaut hat.
Du findest unter der 200er Rubrik genug darüber.
Also ich bevorzuge die zwar etwas langsamere,aber dafür präzisere Version von MF.

Gruß +Matthes+

P.S. Vorbeugend, damit mir hier niemand mit EHR usw. kommt. Ich rede von mechanischer Regelung!
 
Hallo Matthias!

Ja mein Frust möge hier mit mir etwas durchgegangen sein... trotzdem bin ich nach wie vor von dieser Hydraulikpumpenkonstruktion mehr als angewidert. Jedes mal wenn ich da dran denke regt es mich innerlich auf und stelle mir die Frage war es das wirklich wert die alten Ansätze über die Hydraulikpumpe bis in die 80er mit zu schleppen?? Oder hatte man bei MF in der Entwicklung 20 Jahre nichts zu tun?

Erst bei der 300er Serie kam man auch bei MF drauf das es Zahnradpumpen zum anflanschen gab? Nein Mensch, so innovativ wie MF die 60er geprägt hat, so antiquiert und rückschrittlich haben sie es bis in die 80er weitergeführt und sind natürlich von der Konkurrenz überholt worden....nona. denn seinen wir doch mal ehrlich, was hat sich zwischen MF100 und MF 500 dramatisch geändert.... außer ein bisschen Blech und die Kabine wüsste ich nichts... Denn Multi Power und IPTO gab es bei der MF 100 ja auch schon seit der ersten Stunde

Es wird ja hier oft und gerne über die Landini MF‘s hergezogen, dass sie keine echten MF‘s seien... tja solchen Konstruktionsmüll findet man bei den blauen eher selten.

aber wieder Back to Topic...
Habe vielleicht schon ein trockenes Plätzchen mit glattem Betonboden gefunden.
Jetzt fehlt mir nur ein Hubwagen... mal sehn was die Kleinanzeigen in meiner Umgebung so sagen.

Repsatz (aftermarket) mit neuen Ventilkammern und Dichtungen etc €145
Neue Pumpe aus England bin ich gerade am Anfragen bei meinem Dealer aus GB. Denke aber wird sich so um die 200 Pfund abspielen...

Du sprachst die MP Leitung an, die sei zu trennen, das sagt auch das WHB.... doch wo genau?
Direkt an der MP Pumpe oder da hinten im Nirgendwo (Siehe Bild) Sieht schon wieder kompliziert aus.... und was ist das hier für ein Federspanner?

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Gruß Tom

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Ja,mein lieber Thomas,
du hast absolut recht! So wie sich MF weit mehr als 30 Jahre auf seiner funktionierenden Regelhydraulik ausgeruht hat, so hat es einige Jahre früher Lanz Mannheim mit seinem Dogma des Einzylinders in den Konkurs getrieben.
Dir ist bekannt,daß MF von AGCO aufgekauft wurde. Warum hat AGCO MF gekauft?
Nun,der Laden war aufgrund fehlender Innovationen kurz vor der Pleite und somit billig.
Einen Aufschwung für MF gab es erst,als AGCO auch Fendt gekauft hat,
und es plötzlich gute Lastschaltgetriebe bei MF gab.

Merke:Geld regiert die Welt und so kleine Schrauber (wie wir), die am Verstand mancher Konstruktionsingenieure zweifeln,sind nicht erwünscht.

Hilft uns aber nicht weiter,wir müssen mit den Ergebnissen leben.
Und das kriegen wir auch hin,oder.

Gruß +Matthes+
 
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