Startprobleme A3.144

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Gast
Hallo zusammen,

ich bräuchte einmal mehr Euer geballtes MF Wissen :) Normalerweise ist es nicht meine Hausmarke, allerdings habe ich kürzlich einen MF133 A3.144 überholt. Seither habe ich das Probem, dass wenn er eine Weile steht, dass er lange orgelt bis er startet. Er bekommt kein Sprit... Wenn ich ihn vorglühe bzw. beim Perkins ja eher Voreinspritze, geht er direkt an. 
Das Problem war vorher nicht, die ESP ist auch schonmal überholt. Allerdings lag sie jetzt einige Wochen, bestimmt auch mal über Kopf. Gibt es irgendwo ein Rückschlagventil, welches klemmen kann? Ansonsten sind äußerlich alle Leitungen dicht, und mir ist das Problem somit nicht ganz erklärlich.

Zum Motor: KW geschliffen, Kolben/Zyl neu, Düsen abgedrückt/eingestellt, Kopf und Block geplant, Schaftführungen neu, Ventile neu eingeschliffen, Kupplung neu, Kühler neu, Ölpumpe neu, also eigentlich grundlegend neu. Wenn er läuft, läuft er auch sehr gut. Wie gesagt, nur nach mehrtägiger Standzeit läuft irgendwie der Sprit zurück:( Das einzige was mir auffällt, dass man bei der Vorförderpumpe ab und zu ins leere Pumpt bzw wenig effektiver Weg hat. Kann natürlich sein, wenn sie auf dem Nocken steht oder? Sprit Tankseitig steht zu genüge an, läuft also gut nach. 

Vielleicht habt Ihr ja noch eine Idee :-)

gruß und schöne Woche

Mauritius
 
Hallo,

voreinspritzen? wäre mir neu, du wirst die Falmmkerze meinen?

Wie kommst du darauf dass er keinen sprit kriegt, raucht beim start nichts aus dem Auspuff?

Mit dem ins leere pumpen hast du recht, das liegt an der Stellung der Nockenwelle.

Ich mach jetzt einfach mal den anfang und tippe auch auf die ESP, dass da irgendwo innerlich der Druck flöten geht und er eben ein wenig orgeln muss bis der den wieder aufgebaut hat?

Was sagen die kollegen dazu?

Grüße Thomas
 
Wenn er mit Vorglühen sofort kommt,  kann das m.E. eigentlich nicht am Sprit liegen. Die Flammkerze macht bei korrekter Funktion nur heiß, der Diesel wird im Ansaugrohr verbrannt. Ohne Sprit springt er auch dann nicht an...

D.h. wir müssen erst mal wissen, was aus dem Auspuff kommt, wenn er nicht anspringt....

Verhalten der Vorförderpumpe ist normal, wie Thomas schon sagt.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Hallo,

Mein MF 35 ging während der Fahrt immer aus wenn der Weg schlecht war (kein Diesel, da kein Qualm aus dem Auspuff). Dann mit der Förderpumpe gepumpt und irgendwann sprang er wieder an.

Lösung: ein Rückschlagventil in der Förderpumpe hatte sich gelockert und sprang bei entsprechenden Bodenwellen aus der Fassung. Daraus folgte ein Zusammenbruch des Vordruckes und somit keine Einspritzung. Die Verteilereinspritzpumpen sind unbedingt auf den Vordruck der Förderpumpe angewiesen. Bei mir gabs dann eine neue Pumpe und gut wars.

Deine Beschreibung könnte auf ein ähnliches Problem in der Förderpumpe zurückzuführen sein. Vor allem dann, wenn er beim Startversuch nicht qualmt.

Wenn er aber reichlich Qualm ausstösst ist besteht die Frage ob er beim Anlassen schnell genug dreht. Der Perkins sind hier empfindlicher als ein Deutz.
 
Servus zusammen,

ich habe mir nun alle Eure ratschläge notiert und werde sie abarbeiten. Danke auch für die per PM.

Zunächst qualmt garnichts, dann qualmt er weis. Das würde wohl für schlechte oder zu wenig Kompression sprechen, aber ich kann mir nicht vorstellen dass die aktuell schlechter ist als bei den alten ausgelutschten Buchsen. Zylinder sind Untermaß und aufgebohrt, also die Bessere Lösung. Klar haben die anfangs weniger Kompression als wie wenn sie mal eingelaufen sind... aber soviel zu wenig? Spaltmaß ist vorgegeben durch Dichtung vom Motorenbauer, der meinte da muss ich nichts einstellen wie ichs von meinen Luftgekühlten kenne. 

die Vorförderpumpe werde ich zerlegen und das mit den Ventilplättchen alles prüfen. Auch das mit den Dieselleitungen war mir nicht so bewusst, dass dies beim MF so eine Zimpelei ist:D ich kenne hald Fitting mit Kupferscheiben oder gebördelte Stahlenden. Das zieht man an und gut ist. 

Heute sprang er erstaunlich gut an, auch wenn er dann kurz unrund lief-als würden nicht alle Töpfe sauber Zünden. Hat sich aber dann nach 2-3 gasstössen erledigt. Auch das klingt ja irgendwie wieder nach Luft im System.

Von der Batterie her dürfte eigl alles gut sein, ich hänge aber zum Test mal den Starter dran und schau ob er dann direkt anspringt.

Mit dem Voreinspritzen meinte ich die Flammkerze, ja. Also jedenfalls öffnet das Ventil, Diesel kommt, Draht glüht, alles wie es soll.

Vielleicht bin ich auch nur zu ungeduldig und muss dem Guten einfach mal ein paar Stunden Einlaufzeit genehmigen-aber bin das von bisherigen Motoren nicht gewohnt, solche Startprobleme. Deshalb die Nachfrage.

ich halte Euch auf dem laufenden, Danke schonmal.

Gruß

Mauritius
 
Wie viele Stunden hat er denn seit Revision?

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Dann würde ich vorschlagen, erst mal 10-20h leichte Arbeiten zu verrichten. Dann sehen wir weiter.

Denk daran, die Kopfschrauben nachzuziehen! (Wenn das noch nicht gemacht wurde)

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Servus, 
Kopfschrauben hab ich nach erreichen der Betriebstemperatur nach dem ersten Lauf in warmen Zustand nachgezogen. Ging gut eine halbe Umdrehung, also war nicht unnötig. 

ok, dann fahr ich mal. 

gruß

Mauritius
 
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