Ungewöhnlicher Hilferuf zum Goldbauch

  • Ersteller Ersteller Jochen4
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Hast du vor, mit der Hydraulik des Traktors nochmal zu arbeiten? Wenn nicht, passt dein geplantes Vorgehen. Wenn doch, würde ich beide Pumpen auf die Werkbank packen, zerlegen, eine ganze draus machen und die Dichtungen tauschen. Ansonsten könnte es sein, dass die verbaute Pumpe wegen diverser Verschleißerscheinungen keinen Druck und/oder keine Menge mehr aufbaut.

Das mit dem Regleranschluss scheint zu taugen. Vom Gefühl her hätte ich aber noch etwas Schrumpfschlauch im Bereich des Niederhalters spendiert, der ist schließlich aus Metall. Nicht dass es hier mal zu einem Kurzschluss kommt...

Dein Video ist übrigens als Privat eingestellt, also nicht sichtbar.

Dass sich der Ampermeter nicht rührt ist normal, der Anlasserstrom läuft natürlich nicht da drüber. Wenn das so wäre, würde der Amperemeter glatt abrauchen, der ist für +- 30A gedacht, der Anlasser zieht aber >100A

Je nach Verschaltung und verbautem Anlasser sieht man aber das Anziehen des Solenoids (Anlassrelais). Aber auch das muss nicht unbedingt sein.

Die Aussage von xxischxx zur Zapfwellendichtung kann ich bestätigen. Sieht bei mir auch so aus. Und ist dicht :-)
 
Hallo,

ich finde einen Überholsatz für die Pumpe als die beste Alternative, ist für schmales Geld zu haben, funktioniert bei meinen FE 35 und MF 65 hervorragend.

Bei meiner Pumpe vom MF 65 waren orginal nicht mal Kolbenringe drin, kannst dir vorstellen, wie schnell die Hydraulik abgesackt ist. Beim Überholsatz hingegen waren welche verbaut.

Gruß

Rainer
 
Rainer, hatt ihre 65 auch ein hydraulicfilter?  meine hatt gein, das ist ein Mk1 aus 1961 kunnte das normal sein?

Gruss, Bert
 
Vielen Dank für Eure Inputs!

Es wäre jetzt in der Tat zu überlegen, ob ich aus zwei Pumpen eine mache oder ob ich mir ein Reparaturkit besorge. Ich habe inwischen nämlich das Öl aus dem Goldbauch wieder abgelassen, und die Zapfwelle gezogen. So kam dann natürlich auch die alte, riefige Hydraulikpumpe wieder zum Vorschein. Und gleichzeitig kam auch der Grund für die Riefen zum Vorschein: es ist eine Pumpe ohne Filter! Und wie ich in diesem Forum gelesen habe, waren die ersten Pumpen leider ohne Filter. Am einfachsten wäre es ja nun, wenn ich die Pumpe aus dem Ersatzteilträger einfach in den Goldbauch hätte packen können. Dann hätte ich eine Pumpe, die noch gut aussieht und letzten Endes auch eine Pumpe mit Filter. Schade, denn der Goldbauch soll schon noch ein bisschen mit Schwader und Holzspalter arbeiten.

Das Problem mit dem YouTube-Video habe ich korrigiert. Vielen Dank für den Hinweis, cf_84! https://youtu.be/P0FRD2MmnKg 
Und das mit den Schrumpfschläuchen im Regler ist ebenfalls ein sehr guter Hinweis! Jetzt bin ich direkt etwas verunsichert und wünschte, ich hätte die Schrumpfschläuche draufgesetzt...

Ich habe mich währenddessen an das obere Ende der Lenkung gemacht. War eine dolle Maserei, wie man hier im Norden sagt, denn die Muttern waren mit Loctite befestigt. Und so einfach die Mutter sprengen ging ja auch nicht, denn schließlich kann ich auf dem Lenkstock nicht unbegrenzt draufhauen.
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Ich musste also mit der Flex arbeiten. Und da es sehr eng ist, habe ich oben den Lenkstock etwas weit eingeschnitten, es später aber wieder zugeschweißt. So sieht es aus wenn alle Innereien raus sind. Hinten rechts seht Ihr den kleinen Schnitt.
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Beim Ausräumen der Dichtungen und Lager hätte ich es etwas leichter haben können. Anstatt mit zwei kleinen Schraubendrehen nach den Lagern zu fischen (hat mich 40 Min. gekostet), hätte ich die Welle einfach nach links drehen können, dann kommt sie nämlich hoch. Na gut, hab‘s ja nun auch so hinbekommen. Mit Ausnahme des untersten Ringes, den bekam ich nicht raus, der saß zu fest. Und aus bekannten Gründen wollte ich nicht übermäßige Gewalt anwenden. So sieht der Kladeradatsch aus, den ich rausgeholt habe. Nicht mit auf dem Bild: die Kugeln
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Hier noch ein Bild vom zusammengebauten Zustand, und dazu gleich eine Frage:
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Ihr seht ja die beiden Sicherungsscheiben in der Mitte, die zur Sicherung umgebogen werden müssen. Bevor ich das tue, eine Frage: kann man die beiden Muttern auch zu fest schrauben? Ich habe jetzt nämlich NULL Spiel auf der Lenkung! Sobald man oben am Lenkrad auch nur einem Millimeter dreht, zucken unten schon die Lenkstockhebel. Ich frage lieber bevor ich die Sicherungsbleche umbiege, nicht dass ich hinterher in der Praxis nicht mehr lenken kann, weil ich alles zu stramm eingestellt habe...
 
Ja es kann zu stramm sein, in der Regel soll das Lenkspiel ca. 2 Finger breit sein bevor die Lenkgestänge ansprechen.
 
Aber Achtung! Dieses Spiel wird nicht oben eingestellt, sondern unten mit den dünnen Distanzscheiben.

Das oben ist ein "einfaches"  Kugellager, das entsprechend einzustellen ist, d.h quasi spielfrei. Sonst schiebt es beim lenken das Lenkrad hoch und runter.  Nur nicht zu stramm einstellen, das Lenkrad muss sich ohne Kraft zu den jeweiligen Anschlägen drehen lassen.

Bzgl. Pumpe wurde ich erst mal beide zerlegen und den Verschleißzustand begutachten. Dann kannst du entweder einen günstigen Dichsatz, oder den kompletten Reparatusatz holen.

Wäre ärgerlich,  wenn er später den Schwader nicht anheben würde...

Welche Seriennummern haben denn deine beiden Schlepper?  Ab SN 285030 wurde ein verstärkter Hydraulikdeckel verbaut. Ab SN 65684 gab es auch eine Veränderung, da sind andere Schrauben in der ETL, und der Hubkolben+Zylinder ist anders. Mit der SN hat sich auch die Pumpe geändert. 

Wenn der Spender einen Filter hat, könnte es Zweckmäsig sein, noch mehr umzubauen.... Hast du eine ETL?

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Vielen Dank für Eure Kommentare! Da ich branchenfremd bin, bin ich doch oft sehr unsicher.

Die Seriennummer vom Goldbauch ist 35451. Die des Ersatzteilträgers weiß ich jetzt nicht. Ich habe heute aber beide Pumpen ausgebaut. Hier seht Ihr sie nebeneinander. Rechts die vom Goldbauch, links die vom Ersatzteilträger mit Filter:
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Die Pumpe des Ersatzteilträgers muss gewaltigen Schlägen ausgesetzt gewesen sein. Vor ein paar Tagen hatte ich ja davon berichtet, dass ich die Pumpen eigentlich austauschen wollte, ich jedoch feststellte, dass die Pumpe des Ersatzteilträgers an einem Haltestift gebrochen war. Heute habe ich dann gut eine Stunde verbracht, den zweiten Haltestift zu entfernen, um die Pumpe zu entnehmen. Doch der Haltestift war extrem verbogen (nach vorne), so dass ich das seitliche Plättchen mit dem Stift kaum herausbekam. Als es dann endlich soweit war, stellte ich fest, dass die Pumpe auch hier beschädigt war. Zum Glück ist die Platte der Goldbauchpumpe baugleich, so werde ich die Platte mit den Ausbrüchen also wohl ersetzen können. Hier zwei Fotos von den herausgebrochenen Stellen (da wo die Haltestifte die Pumpe in Position halten)
links, auf der Filterseite:
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und die rechte Seite (da wo der Haltestift verbogen war):
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Ein Filter ist schon eine gute Sache. Auch wenn er so angebracht ist, dass er wohl nie gewechselt wird weil dazu der Schlepper sehr weit zerlegt werden muss. So sieht der Filter bei meinem Ersatzteilträger aus:
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Tja, und da muss ich nun was draus machen. Ich muss mir hierzu erstmal das nötige Wissen aneignen. Eine ETL habe ich, Christian. Gibt es keinen Anbieter, der die Pumpen im Austausch anbietet? Das wäre genau das Richtige für einen Laien wie mich. Welchen Reparatursatz benötige ich denn?
 
austausch weiss ich nicht, doch die pumpen kanst du so neu kaufen.

Gruss, Bert
 
Ne Pumpe im Austausch habe ich bis jetzt auch noch keine gesehen.

Es gibt 2 Möglichkeiten, je nachdem, ob du mehr Zeit oder mehr Geld hast ;-)

1) Neue Pumpe besorgen. Kostet ca. 350€.

2) Pumpen beide zerlegen, Verschleiß beurteilen und entweder für ca. 170€ einen Reparatursatz besorgen, oder nur die O-Ringe und Kolbenringe für ~10€

Die Pumpe zu zerlegen ist kein Hexenwerk. Bilder machen, und an die Angaben im RLF halten, dann bekommt man sie auch wieder zusammen. Wirklich fummelig sind nur die Kolbenringe, bzw. das Einfädeln der Kolben.

Allerdings wäre die Ursache für die Ausbrüche im Gehäuse zu ermitteln. Eigentlich kann die Pumpe kaum blockieren. Über Öldruck sollte das Überdruckventil davor schützen. Das könnte natürlich defekt sein (blockiert). Im inneren muss geschaut werden, ob das Blockieren zu Folgeschäden geführt hat.

Da die Ausbrüche aber nach hinten sind, könnte auch eine mechanische Einwirkung auf die Zapfwelle ursächlich sein, es sieht so aus, als wäre die Pumpe mit Gewalt nach vorne bewegt worden. Das kann durch blockieren eigentlich nicht passieren. Wenn man mit dem Schlepper jedoch rückwärts gegen ein Hindernis fährt, das auf die Zapfwelle drückt, könnte das Schadensbild entstehen. Es wäre zu prüfen, ob am Gehäuse des Differentials weitere Spuren diesbzüglich zu erkennen sind.

Bzgl. der Seriennummern: der Spender hat entweder mal ne neue Pumpe bekommen, oder er ist neuer als SN65684. Ob er schon den verstärkten Hydraulikdeckel hat, weißt du erst, wenn du die SN herausgefunden hast. Wenn es auch ein Goldbauch (4-Zylinder) ist, ist es aber relativ unwahrscheinlich.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Chapeau Christian,

besonders in letzter Zeit glasklare, fundierte Schadensanalysen von dir. Ergänzend bleibt mir noch zu sagen, daß auch ein trockenes/klemmendes/verkantetes Schiebestück

einer Zapfwelle beim Ablassen des Anbaugerätes einen solchen Schaden, also Ausbruch der Haltestifte, bewirken kann.

Weiter so und beste Grüße

+Matthes+
 
Vielen Dank für Eure tollen Antworten!

Die Pumpen werden allerdings erstmal für eine Woche liegenbleiben müssen, da ich mich zur Zeit wieder auf Dienstreise befinde. Werde wohl erst Ende nächster Woche den Schraubenschlüssel wieder in die Hand nehmen können. Das gibt mir aber Zeit, mir nach Feierabend das nötige Wissen zum Zerlegen anzueignen wenn das WWW denn was bietet. Apropos WWW: nach oberflächlichem googeln kam ich nur auf Pumpen, die 450€ neu kosten.

Dass die Schläge von der Zapfwelle kamen, kann ich mir sehr gut vorstellen! Wir hatten mal eine Fräse, deren Gelenkwelle beim D-324 während des Anbaus noch passte. Senkte man die Fräse später aber ins Erdreich ab, war die Gelenkwelle zu lang und drückte auf die Zapfwelle! 

Gruß Jochen 
 
Danke, Christian! Bei dem Heigl habe ich schon öfter gekauft. Bin da ganz zufrieden bisher.

Mittlerweile habe ich übrigens genau das Video gefunden, welches ich als Laie benötige. Es zeigt mein ganzes Hydraulikthema in einem Video. Es ist zwar auf englisch, aber das stellt für mich kein Problem dar. Was mich wundert: die Dame im Video holt eine Pumpe ohne Filter aus dem MF35 und baut die Pumpe auch wieder ohne Filter ein. Ich habe bisher keinen ‘Aufrüstsatz‘ gefunden. Ich frage mich warum nicht. Warum bietet niemand einen einfachen Aufrüstsatz an? Ist es vielleicht doch nicht so leicht möglich, einfach dieses Zwischenstück mit Arm und Filter einzubauen? Sind die Pumpen evtl. nicht kompatibel?

Was mir noch aufgefallen ist: die Dame kippt SAE90 in den Fergi. Mir wurde ja schon gesagt, dass man das nicht machen sollte.

Hier der Link zu dem YouTube-Video wo gezeigt wird, wie man die Hydraulik zerlegt und wieder zusammenbaut:
https://www.youtube.com/watch?v=AmUc1AKWi9w 

Gruß Jochen
 
Möglich ist das mit Sicherheit aber es wird sich wahrscheinlich für eine Hersteller nicht lohnen, da der Anteil der Pumpen ohne Filter wahrscheinlich eher gering ist. 

Ja mit dem Öl ist es so wie ich es bereits beschrieben hatte. Ich kenne das Video auch schon länger und habe auch dort darauf hingewiesen das dort kein SAE 90 rein darf, allerdings wurde auf meinen Kommentar nicht eingegangen. 
 
Das Video kenne ich sogar. Hatte es aber nicht mehr auf dem Schirm. Ich bin nicht so der Fan von Video-Tutorials, die erzählen meist nicht das was ich wissen will. Bei Text finde ich die entscheidenden Aussagen schneller ;-)

Die Pumpe ohne Filter wurde wie bereits aufgeführt in den ersten 65.000 von fast 400.000 Schleppern eingebaut. Von den noch vorhandenen Schleppern haben vermutlich viele eine neue Pumpe. Bei allen anderen spielt der Filter keine Rolle, denn wenn das Getriebe gereinigt und neu befüllt wurde, kommt da kein Schmutz mehr rein, den der Filter abhalten müsste, da die Schlepper eh nur noch zu treffen oder zum Spaß bewegt werden. Schmutz kam da rein, wenn der Schlepper in der Landwirtschaft das tägliche Brot verdient hat, und auch mal auf dem Feld oder im Heuschuppen Öl nachgefüllt wurde.

Den Metallabrieb vom Getriebe hält der Filter eh nicht ab, dafür ist er zu grob. Und: Schmutz, der über die Kupplungen o.ä. ins System eingebracht wird, fließt rückwärts durch die Pumpe, d.h. der Filter bringt auch keinen allumfassenden Schutz.

Deshalb dürfte der Nachrüstbedarf vernichtend gering sein.

Laut ETL sind die Pumpen bis auf den Filter (samt Halterung udn abweichendem Betätigungshebel), die Ventilkammern und Kolben identisch. Sie sollten also auch 1:1 austauschbar sein. Und der Filter von der Spenderpumpe sollte sich einfach an die andere Pumpe anbauen lassen (samt Betätigungshebel etc. - vgl. ETL)

Zum Video: Wenn man genau schaut, sieht man übrigens, dass auch diese Pumpe auf einer Seite eine reparierte Halterung hat (Schweißnaht sichtbar), sie war dort offenbar genau so ausgebrochen wie die aus deinem Spender.

Und: Man sieht ganz gut, dass eine alte Pumpe (vor 65.xxx) mit neuen Ventilkammern und Kolben bestückt wird.

Es tut mir beim Video schauen übrigens weh, wie die Dame den Zapfwellenflansch da reinkloppt. Einmal unter die Drahbürste, etwas Fett dran und das Ding flutscht rein. So flucht sie beim nächsten Mal entfernen wieder genau so ;-)

Bzgl. des 90er Öls enthalte ich mich jeglicher Aussage. Da fehlt mir die Fachkenntnis...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Hallo, was das Getriebeöl betrifft, zu der Zeit als diese Schlepper gebaut wurden gab es keine Mehrbereichöle oder Universalöle, daher wurde damals für den Motor SAE 30 für den Sommer bzw. für den Winter SAE 20 oder bei ganz kalten Temperaturen SAE 10 empfohlen. Für die Hinterachse mit Schaltgetriebe und Hydraulik wurde SAE 80 - bzw. SAE 50 (themperatur bedingt) das ist ein etwas dünneres Getriebeöl genommen, weil eben diese Traktoren einen gemeinsamen Ölhaushalt mit der Hydraulik haben und mit dem SAE 90 Öl wie es bei den anderen Traktoren, die eine eigene Ölversorgung für die Hydraulik haben, eingefüllt ist, wäre bei niedrigen Temperaturen die Hydraulik derart zäh geworden. Daß das Öl nicht zu dünn is, hat den Vorteil, dass es die Zahnräder im Getriebe besser abbremst (Schaltgräusch). Weiters auch wegen der Hydraulikpumpe, wie du gesehen hast haben die ältern Modelle keine Kolbenringe sondern nur Ölstaunuten, wenn da das Öl zu dünn würde, lässt die gesamte Hydraulikleistung nach. Wenn du jetzt Kolben und Kammern mit Kolbenringe einbaust, verbessert sich ohnehin die Leistung, (die ganz alten hatten auch einen kleineren Durchmesser. Man füllt jetzt gerne ein Unuversalöl in etwa15W40 ein, Ich würde lieber ein SAE 50 einfüllen, man bekommt diese Öle noch ohne weiteres im Fachhandel. (die Hydraulik senkt nicht so schnell ab, Getriebe lässt sich besser schalten) Was die ausgebrochenen Halter anbelangt - unbedingt die kleinen innenliegenden Nadellager hinten und vorne prüfen (Welle der Hydraulikpumpe). Kann wirklich von einem Schlag auf die Zapfwelle stammen, daher diese Kontrolle.

mfg subie47
 
So, heute ging‘s wieder etwas weiter. Heute habe ich die Pumpen zerlegt:
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Der Verschleiß der Pumpe, die im Goldbauch war (nennen wir sie Pumpe 1), ist doch schon recht stark fortgeschritten. Hier ein Bild zweier Kolben:
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Danach habe ich die Pumpe des Ersatzteilträgers zerlegt (Pumpe 2), denn ich wollte aus zwei Pumpen ja eine machen weil die Halterungen aus Pumpe 2 ja herausgebrochen waren. Was mir aufgefallen ist: Pumpe 1 hat kleine Kolben und KEINE Kolbenringe. Pumpe 2 ist in einem besseren Zustand, hat Kolbenringe und größere Kolben, die ich hier zum Vergleich mal gegenübergestellt habe:
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Ja, und nun musste ich überlegen, was ich daraus mache. Ich habe mir auch die Zylinder von Pumpe 2 angesehen und für gut befunden:
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Riefen sind nur zu sehen, aber nicht zu fühlen. Auch die Ventile sehen noch gut aus:
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Scheint als hätte sich das Vorhandensein eines Filters gelohnt. Deswegen habe ich jetzt die Halteplatte von Pumpe 1 in Pumpe 2 eingebaut und ebenfalls den Filterhalter umgesetzt, damit ich in Zukunft auch über den Luxus eines Filters verfüge. Übrigens: falls sich von Euch jemand auch einen Filter besorgen möchte, habe ich hier mal ein Foto mit der Ersatzteilnummer beigefügt. Ich hatte nämlich ursprünglich auch nach dem Filterhalter gesucht, aber keinen gefunden. Als ich die Ersatzteilnummer bei Google angegeben hatte, bekam ich plötzlich Ergebnisse. Scheint als hätte ich deshalb nichts finden können weil der Filterhalter für den MF35 gar nicht vorgesehen war, sondern nur für den MF135. Auch scheint kein deutscher Anbieter über den Filterhalter zu verfügen:
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Ich werde mir jetzt also bestellen:
etliche Dichtringe, 4 Kolbenringe und außerdem zwei neue Lager, da mir die Nockenwelle zu viel Spiel hat. Was mich wundert: laut ETL haben die Buchsen bzw. Lager zwei verschiedene Nummern (195 949 M1 + 1865 012 M1). Hier gibt es die Lager, oder sollte ich besser sagen DAS Lager, denn es sind bei diesem Lager BEIDE Ersatzteilnummern angegeben. Hiernach scheint es sich also um identische Lager zu handeln.
Außerdem habe ich zur Sicherheit noch ein neues Überdruckventil und einen neuen Hydraulikölfilter samt Gehäuse bestellt.
 
So, nach einer vom Gesundheitsamt auferlegten Zwangspause (Quarantäne), ging es nun weiter, denn mittlerweile waren alle Ersatzteile eingetroffen.
Die neuen Lagerschalen für die Nockenwelle habe ich nicht eingebaut. Nachdem ich die Neuen über die Nockenwelle gestülpt hatte, stellte ich fest, dass sie das gleiche Spiel hatte wie bei den alten Lagern. Also überprüfte ich die Welle. Wollte sehen, ob sie eingelaufen war. War sie aber nicht. Hm, dann ist das Spiel wohl gewollt...

So stellt sich die neue Pumpe dar. Von außen zu erkennen: das neue Überdruckventil und: jetzt habe ich eine Pumpe mit Filter :-)
Von innen: zahlreiche neue O-Ringe und neue Kolbenringe.
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Nachdem ich mich vergewissert habe, dass ich keine Teile über hatte, habe ich die Pumpe wieder in den Goldbauch eingesetzt. Da fällt mir ein: weiß jemand, wie man die markierte Schraube am besten einstellt? Ich habe sie bisher so eingestellt, dass der Stellhebel quasi kein Spiel hat.
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So, und bevor ich mich nun an den oberen Teil der Hydraulik mache, habe ich die Funktion der Pumpe sicherheitshalber mal überprüft. Und dabei stellte sich kurzfristig Panik ein. Nämlich dann als ich die Pumpe per Starter durchdrehen ließ und nichts passierte. Bis mir die Idee kam, dass ich den Stellhebel vielleicht mal stellen sollte. Und schwups... schon kam das Öl... Das habe ich wieder in einem Video festgehalten:

https://youtu.be/_tkiW24HDzc

Tja, und nun muss ich mich also mit dem Hydraulikdeckel beschäftigen. Wie ich festgestellt habe, hat der Ersatzteilträger schon den größeren Hydraulikzylinder. Also will ich den auch benutzen.
Was ich mich bis jetzt auch frage: wie funktioniert das mit den Stehbolzen für den Sitz? Sind die konisch? Wie sonst bekommt man die Stehbolzen dort im Hydraulikdeckel fest. Außerdem habe ich nur EINEN Stehbolzen mit Gewinde. Der andere ist absolut plan mit dem Gehäuse. Kann man den ausbohren wenn es sich um ein konisches Gewinde handelt? Leider habe ich versäumt, Fotos zu machen. Ich hoffe, der Eine oder Andere kann mir trotzdem folgen.
 
Die gekennzeichnete Schraube wird justiert, nachdem der Hydraulikdeckel mit eingestellten Verstellsegment montiert wurde. Und zwar so, dass die Rolle dem Hebel gerade so berührt.

Hast du einen Reparaturleitfaden?

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
das mit dieser selbstsichernden Mutter beim Ventilhebel ist genau so, wie das cf 84 beschrieben hat. Der rechte Seitendeckel (mit Messstab) ist das Letzte das man montieren kann. Von dort muß man diese Schraube bei aufgesetztem Deckel, wie beschrieben einstellen. Die Steuersegmente am Hydraulikdeckel müssen vorher eingestellt werden. Dazu legt man den zusammengebauten Deckel verkehrt hin, Hubarme ganz unten (wie sie bei zusammengebaten Traktor abgesenkt sind), Zentraler Bedienungshebel (innerer) auf "FAST", Tiefeneinstellhebel (äusserer) zwischen die Punkte die am Segment eingeschlagen sind (ungefähr oberes Drittel). Beide Hebel sollen jetzt, wenn man sie mit dem Finger belastet (es heißt 1,36 kg, das ist der Druck, den der Ventilhebel unten entgegenhält) in der abgestuften Öffnung der Kulisse, am vorderen Rand leicht spielen. Beim aufsetzen des Hubwerkdeckels müssen die zwei Bedienfinger vor der Rolle des Steuerhebels sein - und jetzt vom Seitendeckel aus so einstellen wie von  cf 84 beschrieben. Am besten ist es, wenn man diese besagte Schraube vor aufsetzen des Hubwerkdeckels ziemlich heraus schraubt.

Was die Stehbolzen anbelangt, das sind ganz normale - nicht konische - Stehbolzen, bei denen die Länge so gehalten ist, dass der eingeschraubte Bolzen beim Gewindeende ansteht. UNC (grobes) Gewinde in den Guß (Hydraulikdeckel) UNF (feines) Gewinde nach außen für Mutternbefestigung. Fahrersitz kann natürlich auch mit einem ganz gewöhnlichen Schrauben 7/16 UNC befestigt werden, allerdings besteht da die Gefahr, dass man bei mehrmaligen auf - und ab monieren das Gewinde beschädigt oder Schmutz hinein bringt, da ja das Loch durchgehend ist. Ausbohren: Es gibt zum Beispiel, (vom Werkzeugfachhandel) für solche Zwecke linksschneidende Bohrer, sodass sich der abgebrochene Teil meistens schon beim nach links ausbohren heraus dreht.
 
Vielen Dank, Christian und Subi, Eure Inputs haben mir geholfen und mein laienhaftes Verständnis sagt mir, dass ich mit der Info nun weiterkomme. Einen Reparaturleitfaden habe ich zwar, aber dort wird nichts von der "Selbstsichernden Einstellschraube" beschrieben. Auf den Zeichnungen ist sie zwar drauf, eine Beschreibung zur Einstellung der Schraube gibt es aber nicht (oder ich kann sie nicht finden).

Zur Info noch schnell, denn es ist von mir vergessen worden, zu erwähnen: die Zapfwelle ist natürlich mittlerweile auch wieder drin mit neuen Dichtungen. War nicht ganz einfach, denn der Federring (oder sagt man Ringfeder?) um den Wellendichtring sprang immer wieder runter. Nun sollte aber alles richtig sitzen.

Als nächstes beschäftige ich mich also mit dem Hydraulikdeckel. Der wird mir auch noch etwas Arbeit machen. Ich muss z.B. die schon erwähnten Stehbolzen für die Sitzschale austauschen. Die werde ich wohl ausbohren müssen, denn sowohl die Stehbolzen vom Ersatzteilträger als auch vom original Goldbauch sind nicht mehr zu gebrauchen. Dann muss ich auch noch den größeren Zylinder aus dem Ersatzteilträger entweder ausbauen und in den Hydraulikdeckel vom Goldbauch einbauen oder ich nehme gleich den ganzen Hydraulikdeckel des Ersatzteilträgers. Nachteil: Die Stellhebel des Ersatzteilträgers sind total verrostet und fest! Außerdem sieht es aus als wären sie irgendwie mit Teer verklebt. Da müsste ich dann wohl neue Stellhebel organisieren, denn beim groben drüberschauen, schien mir als könne man die nicht so einfach austauschen, da sie festgeschweißt sind. Was mir noch aufgefallen ist: der Hydraulikdeckel hat in Fahrtrichtung vorne links vermutlich ein Umschalt-Ventil verbaut. Vermutlich ist das für eine Kipperanschluss, Frontlader oder ähnlichem gedacht. Der Hydraulikdeckel vom Goldbauch hat dort lediglich eine Schraube/Blindstopfen. Den kurzen Hebel des Ventils kann man vermutlich um 90° Drehen, um etwas umzuschalten. Allerdings hat der Vorbesitzer den Hebel mit einem Draht festgesetzt. Vermutlich, um ihn gegen unbeabsichtigtes Umlegen zu sichern.
Leider muss ich Euch die Bilder schuldig bleiben, denn momentan bin ich wieder beruflich unterwegs und erst in ca. einer Woche wieder zurück.
 
Es gibt laut ETL 3 verschiedene Deckel und 3 verschiedene Zylinder, sowie 2 verschiedene Kolben. Der Deckel wurde verstärkt, scheinbar in 2 Stufen,  dies Finale Version erst ab SN 285030. Erkennbar dürfte das an unterschiedlicher Dicke des Flansches rundum sein, denn es kommen längere Schrauben zum Einsatz (1 3/8, dann 1 5/8 und zuletzt 1 7/8)

Ich kann nicht sicher sagen, ob der Zylinder am beiden Deckeln passt,  und ob der alte Deckel die höhere Hubkraft aushält. Es gab wohl nicht umsonst einen Umbausatz zum verstärkten Deckel.

Bei dem Steigrohr gibt es auch Unterschiede, die ich nicht genau beziffern kann. Aber du hast ja alles vorliegen und kannst vergleichen.

Das komplette Verstellsegment kannst du abbauen,  tauschen und zerlegen.  Hatte ich auch komplett auseinander. In meinem RLF ist das als beschrieben.

Bzgl. Umschaltventil: das kannst du auch auf den anderen Deckel umbauen, hier sollte alles kompatibel sein. Einen Kipperanschluss gibt es auch ohne das Umschaltventil. Unterschied: ohne hebt es beim Kippen die Unterlenker,  mit kannst du das verhindern.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
ich kann cf84 nur recht geben, am besten wird sein, den Origenaldeckel wieder verwenden, denn eine vergrösserte Hubleistung wird ei dieser Verwendung sicher nicht erforderlich sein , die verschidenen Steigrohre beziehen sich eben auf die Dicke des Hubwerkdeckels. Das Steigrohr wird ohnehin erst nach Montage des Hubwerkdeckels eingeszt, und soll dann ca. 1,5 cm über den Deckel ragen der O-ring ungefähr 5-6 mm über den Deckel und dann kann man entscheiden ob man dann dort einfach den, dafür vorgesehenen Deckel (mit zwei Schrauben) oder ein Steuergerät bzw. Mehrwegehgahn aufsetzt. Kipperleitung geht auch vom seitlichen Innensechskant mit konischem Gewinde, oder der Blindschraube auf der anderen Seite des Deckels oben (mit zwei flachen Flächen für den schraubenschlüssel), ist der selbe Druckkanal. Zu dem Segment und den Hebeln  am anderen Hubwerksdeckel, ich könnte mir vorstellen mit etwas Rostlöser und viel Gefühl und Liebe (wie bei einer Frau Ferguson) kann man auch das wieder aktivieren. Aber Vorsicht, die Hebel am Bedienungssegment dürfen beim fertigen Traktor nicht geschmiert sein, die Hydrauliksteuerung setzt einen gewissen Widerstand voraus.
 
Wiedermal vielen Dank für Eure Hinweise!

Guter Hinweis mit den evtl. verschieden dicken Deckeln (verstärkt - nicht verstärkt). Ich meine allerdings mich schwach daran zu erinnern, dass ich die beiden aufgedruckten Ersatzteilnummern schonmal verglichen hätten und beide gleich waren. Ich werde aber definitiv nochmal darauf achten müssen!
Da ich jetzt im Goldbauch ja eine "größere" Pumpe habe, bzw. die größeren Kolben und Zylinder von der Pumpe mit dem Hydraulikölfilter ‘entwendet‘ habe, werde ich aber wohl auf jeden Fall auch den größeren Hubzylinder nehmen müssen, nehme ich an, da die höhere Pumpenleistung ansonsten wohl dazu führen könnte, dass die Hubarme sich extrem schnell auf bzw. ab bewegen würden.

Ebenfalls ein guter Hinweis, dass die Bedienungshebel nicht geschmiert sein dürfen! Das heißt also, die werde ich auf jeden Fall zerlegen und reinigen müssen, damit alles "wie" geschmiert läuft.
Ich hab mittlerweile auch wieder ein Video gefunden, wo der Zusammenbau des oberen Deckels gezeigt wird. So weit bin ich zwar noch nicht, da ich ihn erstmal zerlegen und flott machen muss, aber wenn ich in umgekehrter Reihenfolge vorgehe, habe ich schonmal eine kleine Idee davon, wie ich an des Pudels Kern gelange.

Hier das Video. Der Zusammenbau des Deckels beginnt bei 7:24: https://www.youtube.com/watch?v=HDFrAaXxROg
 
Ja Hubwersdeckel mit grösserem Zylinder sicher kein Nachteil und es stimmt, der allererste Zylinder war schon ziemlich klein - sodass grössere Pumpe besser auch grösserer Zylinder, schon richtig ist.

Noch ein Hinweis - zu den nicht geschmierten Bedienungshebel: origenal ist zwischen der feststehenden Kulisse ind jedem Bedienungshebel eine kupferbeschichtete Scheibe, die dann mit dem kleinen Schrauen und einer Feder leicht belastet wird, damit man das mit Ggefühl bedienen kann. Man sollte da keine Stahlscheibe verwenden, weil man damit die Kulisse durchschleift. Wir haben seinerzeit, wenn diese Scheibe kaputt war, einfach ein 1 Schilling Stück (das war eine  Messinglegierung) hergenommen, 6,5 mm durchgebohrt und eingebaut, in der neuen Währung würde sich eine 20 Cent Münze anbieten.
 
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