Hallo zusammen,
da das Thema in der Vergangenheit schon häufiger hier aufgekommen ist, aber nie so wirklich befriedigend beantwortet werden konnte, daher möchte ich hier mal meine Erfahrungen teilen.
Ich habe für meinen 35er einen 4t-Kipper der Firma Rahm Fahrzeugbau erworben, mit dem ich inzwischen folgende Erfahrungen sammeln konnte:
Im Flachland sind 4t Gesamtgewicht für den 35er gar kein Problem. Interessant wird es, wenn es bergauf geht:
ab ca. 2,5% Steigung ist runterschalten in den 2. Gang angesagt. Da ist die Leistungsgrenze erreicht.
ab ca. 6% Steigung ist runterschalten in den 1. Gang angesagt.
Bis knapp 10% geht das im ersten Gang. 11% ist bei ca. 4t Anhängelast an der normalen Cramer-Kupplung so ziemlich die Grenze, da wird der Schlepper an der Vorderachse schon recht leicht. Die Stützlast kann ich leider nicht so genau beziffern, aber die wird irgendwo zwischen 500 und 800kg gelegen haben.
Ich habe den Kipper auf 3,5t ablasten lassen, damit ich ihn mit schwarzer Zulassung und BE-Führerschein auch außerhalb der Landwirtschaft fahren kann. Bei etwa 1000kg Leergewicht ergibt das eine Zuladung von ca. 2,5t. Damit ist man hier im Saarland auf den meisten Strecken gut unterwegs, die ganz Steilen Anstiege würde ich wegen der Aufbäumgefahr aber meiden. Das fühlt sich sehr unangenehm an, wenn der Schlepper vorne zu leicht wird.
Bei großer Anhängelast (>3t) habe ich aber am Berg (>5% Steigung) bisweilen Schwierigkeiten, von der Stelle zu kommen. Das zeigt sich dadurch, dass der Zug beim einkuppeln anfängt zu "springen" - schwer zu beschreiben - es fühlt sich an, als würden die Reifen durchdrehen wollen und dabei von Stolle zu Stolle "hüpfen". Tatsächlich kommt das aber aus Kupplung und Antriebsstrang, vermutlich begünstigt durch die Schwingfähigkeit des mit niedrigem Luftdruck gefahrenen Systems (0,8 bar im Traktor Hinterreifen, 3 Bar im Kipperreifen). Anfahren klappt dann nur mit sehr sehr viel Gefühl im Kupplungsfuß, und auch nur im Standgas - bisweilen musste ich deshalb auch schon in die Ackergruppe runterschalten, um wieder los zu kommen.
Kennt jemand das Phänomen? Oder habe ich hier einfach ne ungünstige Systemkonstellation? Die Kupplung hat ja keine Schwingungsdämpfer, möglicherweise hängt es auch damit zusammen...
Und hier noch ein Bild vom Gespann:

Gruß Christian
Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
da das Thema in der Vergangenheit schon häufiger hier aufgekommen ist, aber nie so wirklich befriedigend beantwortet werden konnte, daher möchte ich hier mal meine Erfahrungen teilen.
Ich habe für meinen 35er einen 4t-Kipper der Firma Rahm Fahrzeugbau erworben, mit dem ich inzwischen folgende Erfahrungen sammeln konnte:
Im Flachland sind 4t Gesamtgewicht für den 35er gar kein Problem. Interessant wird es, wenn es bergauf geht:
ab ca. 2,5% Steigung ist runterschalten in den 2. Gang angesagt. Da ist die Leistungsgrenze erreicht.
ab ca. 6% Steigung ist runterschalten in den 1. Gang angesagt.
Bis knapp 10% geht das im ersten Gang. 11% ist bei ca. 4t Anhängelast an der normalen Cramer-Kupplung so ziemlich die Grenze, da wird der Schlepper an der Vorderachse schon recht leicht. Die Stützlast kann ich leider nicht so genau beziffern, aber die wird irgendwo zwischen 500 und 800kg gelegen haben.
Ich habe den Kipper auf 3,5t ablasten lassen, damit ich ihn mit schwarzer Zulassung und BE-Führerschein auch außerhalb der Landwirtschaft fahren kann. Bei etwa 1000kg Leergewicht ergibt das eine Zuladung von ca. 2,5t. Damit ist man hier im Saarland auf den meisten Strecken gut unterwegs, die ganz Steilen Anstiege würde ich wegen der Aufbäumgefahr aber meiden. Das fühlt sich sehr unangenehm an, wenn der Schlepper vorne zu leicht wird.
Bei großer Anhängelast (>3t) habe ich aber am Berg (>5% Steigung) bisweilen Schwierigkeiten, von der Stelle zu kommen. Das zeigt sich dadurch, dass der Zug beim einkuppeln anfängt zu "springen" - schwer zu beschreiben - es fühlt sich an, als würden die Reifen durchdrehen wollen und dabei von Stolle zu Stolle "hüpfen". Tatsächlich kommt das aber aus Kupplung und Antriebsstrang, vermutlich begünstigt durch die Schwingfähigkeit des mit niedrigem Luftdruck gefahrenen Systems (0,8 bar im Traktor Hinterreifen, 3 Bar im Kipperreifen). Anfahren klappt dann nur mit sehr sehr viel Gefühl im Kupplungsfuß, und auch nur im Standgas - bisweilen musste ich deshalb auch schon in die Ackergruppe runterschalten, um wieder los zu kommen.
Kennt jemand das Phänomen? Oder habe ich hier einfach ne ungünstige Systemkonstellation? Die Kupplung hat ja keine Schwingungsdämpfer, möglicherweise hängt es auch damit zusammen...
Und hier noch ein Bild vom Gespann:

Gruß Christian
Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx