Ungewöhnlicher Hilferuf zum Goldbauch

  • Ersteller Ersteller Jochen4
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Achtung: das Cent- Stück ist nicht mehr aus Kupfer. Und die Original- Scheibe war nicht nur beschichtet, sondern massiv. Wichtig ist, dass die deutlich weicher als der Stahl des Verstellsegmentes ist.

Ich habe bei mir eine Kork- Scheibe untergelegt. Das funktioniert top und lässt sich fein einstellen. Allerdings muss man die Haltbarkeit im Auge behalten. Eine Scheibe ist schon abhanden gekommen, und das kann zu misslicher Lage führen ;-)

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
So, weiter geht‘s.
Die Ersatzteilnummern habe ich verglichen und festgestellt, dass es tatsächlich NICHT die gleichen sind. Hier der Deckel vom Ersatzteilträger mit dem größeren Zylinder:
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Unten links seht Ihr auch das zuvor schon erwähnte Umschalt-Ventil oder Absperrhahn. Ebenso die mit Draht hergestellte "Sicherung" gegen aktivieren bzw. verdrehen. Keine Ahnung wofür das Teil mal gewesen sein kann. Hier ein weiteres Bild von dem Teil im eingebauten Zustand:
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Und hier zwei Bilder im ausgebauten Zustand. An jene Stelle werde ich einfach einen Blindstopfen setzen.
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Jetzt mal ein Bild vom Hydraulikdeckel des Goldbauchs. Also die NICHT verstärkte Variante. Deutlich sieht man die Verwitterung. Und ich war schon mit der Stahlbürste drüber! Wie mir gesagt wurde, war der Parkplatz für Jahrzehnte immer ein Platz "unter dem Kastanienbaum". Kein Wunder also, dass das Teil so derbe verwittert ist.
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Wie ich eingangs schrieb, handelt es sich nicht um die gleichen Ersatzteilnummern. Da wir ja schon wissen, dass es offenbar eine verstärkte Version gibt, machte ich mich auf die Suche nach den Unterschieden. Nun bin ich jemand, der manchmal die Milch im Kühlschrank nicht findet, also nicht besonders gut im Finden. Ich habe rundherum gemessen, gerade auch weil Christian mich darauf hinwies, dass ich laut ETL evtl. längere Schrauben brauchen könnte. Doch die Dicke war rundherum die gleiche. Den einzigen Unterschied, den ich bis jetzt gefunden habe, ist bei der verstärkten Version dieser zusätzliche Steg:
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Zum Vergleich hier die unverstärkte Version vom Goldbauch:
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Nachdem ich die Hubwelle rausgeprügelt hatte, und sah, dass sie ziemlich eingelaufen war, werde ich nun eine neue Hubwelle bestellen, da ich die alte wohl nie richtig dicht bekomme und sie auch zu viel Spiel hätte. Leider habe ich versäumt, ein Foto von der Hubwelle zu machen. Vielleicht kann ich das ja nochmal nachholen.
Wenn die neue Hubwelle da ist, kann ich den Hydraulikteil im wahrsten Sinne des Wortes schließen und mich dann mit den Dieselleitungen beschäftigen, um dann bald den heiligen Moment des ersten Startversuchs zu vollziehen. Bis die Hubwelle kommt, werde ich mich aber erst noch intensivst um die Stellhebel kümmern müssen.
Eine Sache noch: in meinem letzten Posting sprach ich von einer abgebrochenen Schraube für die Fahrersitzhalterung (auf dem obersten Bild rechts), die ausgebohrt werden müsste. Dieses Problem hat sich erledigt. Als ich nämlich den Hydraulikdeckel von seinen Unmassen an Dreck befreite und reinigte, entpuppte sich die abgebrochene Schraube als hartgewordener Dreck. Das Gewinde liegt nun wieder frei und ist bereit für den Stehbolzen.
 
Hier reiche ich nochmal schnell das Bild der Hubwelle nach:
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Außerdem habe ich mir Kolben und Hubzylinder angesehen. Der Zylinder hat zwei kleine Kratzer (siehe Kreis), die zwar kaum zu sehen sind, aber deutlich zu fühlen. Ich habe mich trotzdem entschieden, das so zu belassen und so wieder zu verbauen. Ich denke, das ist noch DEUTLICH unter der Verschleißgrenze.
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Das oben scheint ein einfacher Hahn zu sein,  womöglich 2- Wege für eine zusätzliche Anschlussmöglichkeit.

Da kannst du entweder nenn stopfen drauf tun, oder einen Kipperanschluss montieren, ganz nach Bedarf.

Die Hubwelle sieht ja übelst aus! Die muss auf jeden Fall neu. Keine Ahnung wie die so verschleißen kann...

Die riefen im Zylinder Sorgen für etwas erhöhten Ölverlust. Bei laufendem Motor regelt das die Hydraulikpumpe aus. Im Stillstand sackt die Hydraulik halt schneller ab. Ansonsten dürfte das keine Auswirkungen haben. Wie sehen denn die Kolbenringe sus?

Bzgl. des Deckels würde mich interessieren, warum da andere Schrauben in der ETL stehen. Hast du die Dicke rundum verglichen und keinen Unterschied fest gestellt?

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
das ist der Absperrhan vom origenal MF Frontlader, ohne diesem Frontlader hat auch der Hahn keine Funktion. Dort ist normal der Verschlußschrube ohne konischem Gewinde (mit dem Aluminium-Gummi Dichtring) und nur zwei flache Seiten für eine Gabelschlüssel. einfach wieder verschließen, denn ein Steuergerät oder Mehrwegehahn wird auf der anderen Seite montiert. Zu den Gleitscheiben bei den Steuerhebeln - auch Messing ist weicher als Stahl. Die origenal Scheiben waren Stahlscheiben  eine Hälfte aus Stahl und eine Hälfte aus Bronze. Wenn du eine neue Hubwelle mit diesem Durchmesser bekommst ist es ja gut, ansonsten den Steg wo sich der o - Ring zwischen den Büchsen befindet halbwegs blank schmiergeln und man bekommt Silikonringe in jeder Abmessung, die sind weicher als die schwarzen O - Ringe un es dichtet auch wieder und wenn die Welle mit neuen Sinterbuchsen zusammen gebaut wird, bleibt meistens nicht viel Spiel.
 
@Christian:
Die Kolbenringe sehen noch einigermaßen aus. Da ich aber eh eine Bestellung aufgeben muss, kommen die Kolbenringe auch neu.
Zu den Abmessungen: gestern habe ich den Hydraulikdeckel sauber gemacht und beide Deckel nebeneinander gehalten. Mir fällt nur der schon genannte Unterschied mit dem zusätzlichen Steg auf. Aaaaber.... einen Unterschied gibt es noch mehr: beim Entfernen des Schmutzes ist mir eine Kerbe aufgefallen. Siehe Bild unten.

@subi47:
Ah, das ist ja interessant, dass es sich um den originalen Absperrhahn des Frontladers handelt! Die Steuerhebel habe ich gestern auch zerlegt. Da musste ich sämtliche Schrauben an den Stellhebeln und Gleitscheiben abflexen! Da rührte sich nichts mehr. Ich hatte es erst im Guten versucht und sie einen Abend zuvor ordenlich mit Kriechöl behandelt. Half aber nichts mehr. Da muss ich mir noch intensiv überlegen, was ich da beim Zusammenbau mache.

Hier erstmal das Bild vom Hydraulikdeckel mit der gefundenen Kerbe. Scheint original so zu sein:
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Eigentlich hatte ich auch vor, mir neue Stehbolzen für den Sitz zu besorgen, da die alten vergriesgnaddelt, verrostet und auch ein bisschen krumm sind. Aber wisst Ihr, was so ein Stehbolzen kostet??? Lasst Euch überraschen! Bild hängt unten an. Vielleicht mache ich da noch etwas ganz anderes, wie z.B. ganz neue (metrische) Gewinde in den Hydraulikdeckel bohren, denn in dem zuvor schon erwähnten Loch, von dem ich annahm, der Stehbolzen wäre abgeschert, ist das Gewinde leider ziemlich ramponiert. Da geht nur mit Gewalt was rein. Und zwar mit so viel Gewalt, dass es kurz vor Bruch ist...

Zum Schluss präsentiere ich Euch hier die teuerste Schraube, Stehbolzen oder auch "Stiftschraube" der Welt. Sie ist übrigens ca. 4cm lang:
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Ach, eine Frage noch:

Ich habe schon mal ein wenig Inventur gemacht, was meine Arbeit NACH der Hydraulik angeht: das Kraftstoffsystem.
Eine Leitung bräuchte ich da vermutlich neu. Und zwar die vom Kraftstoffhahn zur Förderpumpe. Normalerweise steht in der Ersatzteilliste ganz rechts ja unter ‘Bemerkungen‘ oft, bis zu welcher Seriennummer die entsprechenden Teile gelten. Dann steht da in der Regel sowas wie "bis Serien-Nr. 65 686". Doch hier steht unter Bemerkungen: "bis SJ 37 180 E" oder "ab SJ 37 181 E".

Wofür steht das?
 
Heute war Frust angesagt. Aber solche Tage gibt‘s ja auch.
Da ich die Wartezeit auf die Hydraulikbauteile verkürzen wollte, machte ich mich heute an den ordnungsgemäßen Einbau des Tanks (der war bisher nur oben drauf gelegt), die Kraftstoffleitungen und das Kühlsystem.
Der Einbau des Tanks verlief prima. Hab schön ein paar Gummis drunter, damit die Vibration geringer ist.

Dann kam die "Verdrahtung" der Kraftstoffleitungen. Auch FAST alles gut. Doch wie so oft, ärgert einen eine Leitung. Und zwar die, die vom Kraftstoffhahn zur Förderpumpe geht. Der Eingang der Förderpumpe liegt nämlich GENAU dort, wo die Einspritzpumpe einen Ausgang hat. Auf den Bildern ist es unmöglich zu sehen, weil sie nur zweidimensional sind, aber die Leitung ist nur dann in die Förderpumpe zu bekommen, wenn ich entweder diese wieder abbaue oder die störende Kraftstoffleitung der Einspritzpumpe löse. Leider erkennt man auf den Fotos nicht, dass ich die Leitung extrem schief halte. So bekommt man die Leitung unmöglich in die Förderpumpe.
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Die Kraftstoffleitung muss ich aber sowieso neu haben, denn der Vorbesitzer hat sie aus irgendeinem Grund in der Mitte durchgesägt und durch ein Stück Schlauch wieder verbunden. Ist zwar gut und dicht, aber wohl nichts auf Dauer. Auch wenn das seit ca. 40 Jahren schon so hält.
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Eigentlich keimte in mir heute die Hoffnung auf, dass ich den Ferguson heute vielleicht mal richtig starten könnte, aber zuvor musste ich ja das Kühlsystem noch vervollständigen. Also alle Schläuche an einen der beiden Kühler anschließen (hab ja irgendwie 3 Stück liegen), die in der Garage liegen, den Kühler festziehen und Frostschutz rein. Plötzlich plätschert unten Wasser raus. Die Ursache war schnell gefunden: ich hatte vergessen, den Temperaturfühler einzubauen und so fand das Wasser seinen Weg wieder raus. Also Temperaturfühler einbauen. Das geschah dann schon unter häufigem Fluchen, denn egal, wie weit ich ihn festschraubte, immernoch kam dort Wasser raus. Da alles sehr eng war, rutschte ich natürlich ein paar Mal ab und stieß mir die Hand. Nachdem er endlich dicht war, kippte ich mehr Wasser drauf und WIEDER fing es zu plätschern an. Diesesmal aus dem Gehäuse, wo der Thermostat drin sitzt. Kein Problem, dachte ich, setzte eine 13er Nuss an und KNACK - Ende Gelände. Der Gusseiserne Bogen vom Thermostat-Gehäuse zum oberen Kühleranschluss war gebrochen! Allerdings habe ich die Vermutung, dass das schon länger so war, denn seht Euch mal die Bilder von dem gebrochenen Teil an. Die bräunliche Färbung - ist das nicht schon leichter Rost? Kann es sein, dass der Bogen schon einen Riss hatte?
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Also wurde es leider nichts mit dem heiligen Starten. Erstmal muss ich wieder Ersatzteilkataloge wälzen und eine Bestellung machen.
 
Das ist ja unverschämt, was der Stehbolzen für den Sitz kosten soll. Ich würde mir einfach eine passende, zöllige Schraube bestellen - muss ja nicht unbedingt auf einer Seite UNC und auf der anderen UNF sein! 

Grüße hometown 

EDIT: In der Ersatzteilliste wird die Motornummer gemeint sein!?
 
In meiner ETL steht dabei, dass es die Motornummer ist...

Frag mal die ET- Nummer Stehbolzen vom Sitz bei L.O.G. Heigl an. Vielleicht hat er etwas preislich attraktives... ansonsten mal bei screwcorner Anfragen. Da habe ich auch andere ausgefallene schrauben bekommen...

Dir Kerbe im Hydraulikdeckel ist für die Kabelführung. Wusste nicht, dass die erst später kam, zumal die mit der Handbremse später auch wieder obsolet wurde.

Der Riss am Flansch sieht seltsam aus, aber das scheint kein Rost zu sein. Alte Brüche sieht man eigentlich deutlicher. Hättest du den Flansch ganz sb? Möglicherweise war ein Fremdkörper unter der Dichtfläche...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Vielen Dank für den Hinweis mit der Motornummer! Profis erkennen natürlich sofort am "SJ", dass sich um die Motornummer handelt! An anderer Stelle in der ETL heißt es in der Tat "bis Motornummer SJ....", wie mir heute beim Durchblättern aufgefallen ist. Später fehlt dann das Wort "Motornummer".

@Christian: ja, das Rohr war zuvor komplett ab. Es wurde ja ein neuer Thermostat verbaut.

War gar nicht so einfach, die richtige Ersatzteilnummer für das gebrochene Rohr rauszusuchen. Ich hätte es unter "Kühler" oder "Motor - Wasserpumpe" vermutet. Doch gefunden habe ich das Rohr schließlich unter "Zylinderkopf und Kipphebelwelle".
Was mich aber stutzig macht: kann es sein, dass unter das gebrochene Rohr gar keine Dichtung gehört??? Seht mal, was die Ersatzteilliste dazu sagt:

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Bei der Nummer 37 handelt es sich um das gebrochene Rohr. Bei Nr. 38 um die Dichtung. Aber die wurde aus irgendwelchen Gründen erst ab Motornummer SJ 86046 E verbaut. Ich habe aber Motornummer SJ 25612 ED. Also weit davor. Na, ich habe die Dichtung natürlich trotzdem mal mitbestellt. Aber stutzig macht es mich trotzdem. War das vielleicht der Grund, dass das Rohr brach? Weil eine Dichtung dort war, wo sie nicht hingehörte?

Dann noch eine Frage:
Kann mir jemand sagen, wo ich die großen runden Kotflügel beziehen kann? Original ETNr: 898 659 M93
 
Das mit der Dichtung erschließt sich mir nicht. Die ersten Motoren hatten wohl einen anderen Stutzen, aber das war viel früher. Warum dann plötzlich eine Dichtung dazu kam, die vorher wohl nicht da war, weiß ich nicht. Vielleicht war da ursprünglich nur Dichtmasse vorgesehen. Etwas muss auf jeden Fall dazwischen, sonst wird das nicht dicht.

Dass so ein Auge abreist, kann eigentlich nur passieren, wenn die Dichtflächen nicht 100%ig eben sind. Wenn die vollständig eben sind kann das eigentlich nicht brechen, weder ohne noch mit Dichtung. Bei rostigen Wasserkanälen kann sich da aber schnell ein Rosklumpen dazwischen mogeln... Vor dem erneuten Zusammenbau mit Neuteil aber auf jeden Fall prüfen, ob die Fläche am Kopf exakt eben ist.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Zunächst mal danke ich hometown für die Zusendung der Links! Momentan ist lediglich der Fergy-Fan in der Lage zu liefern. LOG Heigl kann nicht liefern und Traktorteile-Shop auch nicht. Mit Fergy-Fan habe ich mich schon in Verbidnung gesetzt und die haben mir auf Anfrage mitgeteilt, dass das Blech 2mm stark ist und die Kotflügel außerdem rundherum mit einem Rahmen verstärkt wurden. Ich hatte nämlich nachgefragt, da die auf ihrer Seite keinerlei Angaben zur Materialstärke haben.

So, die neue Hubwelle und und das neue Rohr sind da und ich habe Zeit, also bin ich wieder beim Ferguson bei.
Als erstes nahm ich mir das Rohr vor. Das neue Rohr ist erheblich leichter als das alte. Ich war überrascht. Ratet mal, welches das neue Rohr ist ;-)
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Ich habe Christians Rat befolgt und zunächstmal überprüft, ob überhaupt alles plan ist, damit mir das Rohr beim Anziehen nicht wieder kaputt geht. Ich habe dabei folgendes festgestellt: alles plan! Aber: sobald ich den Thermostat einsetzte NICHT mehr! Es reicht nicht aus wenn der Thermostat in der Aussparung liegt! Er muss ganz genau in der Mitte liegen! So wie hier auf diesem Bild, reicht es NICHT aus! Wie Ihr seht, liegt der Thermostat noch komplett in der Aussparung:
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Wenn der Thermostat so sitzt, kippelt das Rohr auf dem Flansch! Und das war vermutlich auch der Grund, warum das alte Rohr brach! Ich habe daraufhin etwas Fett um den Thermostaten geschmiert, in der Hoffnung, das Fett würde den Thermostaten in der Mitte halten - ihn sozusagen dort leicht festkleben. Das funktionierte jedoch nicht, der Thermostat war zu schwer. Also habe ich ihn in die Aussparung gesetzt wie auf dem Bild oben, das Rohr auf den Flansch gesetzt und dann mit einem Schraubenzieher den Thermostat durch das Rohr einen Milllimeter hochgezogen und schon sitzt das Rohr ohne zu kippeln! Prima! Nachdem das geklärt war, habe alles wieder zerlegt, die Dichtung samt Dichtmasse prepariert und dann alles wieder mit Hilfe der Schraubenzieher-Methode zusammengesetzt.

Nun ging es an den Hydraulikdeckel, der ja noch nackt war. Als erstes habe ich die neuen Kolbenringe über den Kolben des Hubzylinders gestülpt und den Kolben wieder in den Zylinder eingeführt. Nun noch den neuen O-Ring in den Deckel legen und den Hubzylinder wieder mit dem Hydraulikdeckel verschrauben. Dann kam die neue Hubwelle rein und alles wurde wieder zusammengesetzt. Nun wollte ich eigentlich noch die Bedienung einstellen, jedoch bin ich mir hier unsicher, wie man es richtig macht. Es gibt dazu ja 2 Videos. Das eine Video beschreibt die Methode im Reparaturhandbuch: mit der Waage die Vorspannung auf 1,36kg einstellen. Das 2. Video beschreibt eine andere Methode. Das Mädel spricht dort von einem 1/8 inch Abstand der beiden "Zwischenhebel", wie sie sich im Buch nennen.

Nun, mit der ersten Methode komme ich nicht klar, denn bei mir bleiben die beiden Zwischenhebel immer ohne jegliche Vorspannung! Null! Nur wenn ich den Bedienungshelbel ganz nach hinten (Hydraulik anheben) nehme, bekomme ich Spannung drauf. Aber laut Anleitung soll der Hebel ja auf "fast" stehen.

Mit dem 2. Video komme ich hingegen gut zurecht! Die Dame spricht hier ja von 1/8 inch Abstand (also ca. 3mm), den man Einstellen soll. Das bekomme ich hin!

Hier erst nochmal die beiden Videos. Und wenn ich alles richtig gemacht habe, beginnen die Videos jeweils an den entsprechenden Stellen:
Video 1 (die entsprechende Sequenz beginnt bei 17:05) https://youtu.be/HDFrAaXxROg?t=1025
Video 2 (die entsprechende Sequenz beginnt bei 26:32) https://youtu.be/AmUc1AKWi9w?t=1590

Hier einmal ein Bild von der aktuellen Situation. Ich möchte Euch bitten, Euch das alles einmal genau anzusehen. Vielleicht habe ich ja etwas falsch gemacht und kann deshalb mit der Waage-Methode nichts anfangen. Bitte achtet auf die Stellung der Bedienungshebel und auch darauf, ob alles richtig eingefädelt ist. Insbesondere beim Stellmechanismus, der sich im Inneren befindet, war ich mir beim Einsetzen des Hubzylinders unsicher und habe den Zustand des Ersatzteilträgers übernommen. Aber wenn der Vorbesitzer hier schon was falsch gemacht hat, dann hätte ich jetzt seinen Fehler übernommen.
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So sieht es jetzt aktuell bei mir aus. 1/8 inch Abstand und Zwischenhebel parallel:
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Das sieht dich eigentlich ganz gut aus... allerdings kann man anhand des Bildes nicht sicher sagen, ob die Einstellung 100%ig in Ordnung ist. Beim zusammensetzen der Hebelei kann man eigentlich nicht so viel falsch machen, wenn da etwas nicht stimmt passt nichts mehr zusammen.

Ich habe die Einstellung gemäß RLF durchgeführt, das ging mit der Federwaage, bzw. Digitalen Kofferwaage ganz gut. Mit den Videos komme ich nicht so gut zurecht.

Die zwischenhebel dürfen auf jeden Fall nicht ohne Kraft nach vorne zum Anschlag gedrückt werden können, wenn die beiden Einstellhebel auf den Bereichsmarken stehen. Die Excenterrolle ist dabei lose, die wird danach eingestellt.

Du kannst die beiden Regelkreise mechanisch überprüfen:

- drückst du den Positionshebel in Richtung anheben, muss die Pumpe auf fördern gehen. Drehst du die Hubwelle etwas nach oben, muss die Rückmeldung der Welle die Pumpe wieder in Richtung Nullförderung bewegen.

- beim Zugkrafthebel ist die Sache etwas schwieriger. Da kannst du aber ein wenig mit den Abbildungen im RLF arbeiten. Dort wo die Arbeitseinstellungen erklärt werden. Da sieht man, welche Handlung welche Reaktion an den Zwischenhebeln zur Folge haben muss.

Das Thermostat ist beim 3- Zylinder übrigens 90° gedreht eingebaut, also waagerecht. Das macht die Installation einfacher. Dass neue Gehäuse sieht wie Alu aus... das könnte das geringere Gewicht erklären ;-)

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Habe wieder etwas weitergearbeitet.

Zunächst mal habe ich endlich den Hydraulikdeckel aufgesetzt. Allerdings musste erst etwas nachgearbeitet werden, denn natürlich passten die Löcher der Dichtung nicht:
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Aber schließlich habe ich nach nur 3 Versuchen, das schwere Teil endlich aufgesetzt bekommen.
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Außerdem habe durch Christian etwas Angst bekommen, der mich darauf hinwies, dass er beim laderegler lieber Schrumpfschläuche gesehen hätte, denn wenn dort mal blankes Kabel an den metallenen Niederhalter kommt, dann gäbe es ein Problem. Also habe ich die Dieselfilter abermals abmontiert und den Laderegler aus der Versenkung herausgeholt, um die Eingänge mit Heißkleber etwas sicherer zu machen:
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Dann habe ich den Kühler wieder drangesetzt, Wasser aufgefüllt (erstmal ohne Frostschutz) und die Dieselleitungen alle verbunden. Ich wollte es nun wissen und endlich den Motor mal starten. Ich entlüftete also nach Vorschrift. Zunächst Dieselfilter 1 dann Dieselfilter 2 und dann die Einspritzpumpe. Doch hier lief es gleich aus der Seite heraus, aus dieser an der Seite befindlichen kleinen Öffnung, die mit einem kleinen Plättchen, so groß wie eine Streichholzschachtel, verschlossen ist. Warum diese Öffnung sein muss, ist mir ein Rätsel, sorgt sie doch nur für Ärger. Ich montierte das Plättchen also ab, besorgte mir eine neue Dichtung und Hylomar Dichtmasse.
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Aufmerksame Beobachter haben bei dem Bild oben sicherlich die gebrochene untrige Gewindebohrung bemerkt. Ich stellte mit Entsetzen fest, dass beide Gewindebohungen bis ins Innere des Gehäuses gehen und frage mich, warum hier nicht einfach Sacklöcher gemacht wurden, schließlich würde die bis ins Innere gehende Gewindebohung hier in diesem Fall für zwei weitere mögliche Fehlerquellen sorgen, aus denen Diesel tropfen kann. Und das tat es in meinem Fall! Und zwar heftig. Ein durchgehender Strahl, selbst ohne Druck fand seinen Weg ins Äußere. Also, alles sauber geschliffen, neu abgedichtet mit Dichtung und Hylomar UND außerdem habe ich die beiden Schrauben ordentlich mit Teflon umwickelt, in der Hoffnung, alles dicht zu bekommen.

Hier noch eine Nahaufnahme von der beschädigten Gewindebohrung:
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Naja, ich habe es ansatzweise dicht bekommen. Jetzt tropft es dort nur noch leicht wenn die Maschine läuft.
Maschine läuft? Ja, sie läuft! Mit großer Freude habe ich nämlich anschließend versucht, sofort nach dem Entlüften, die Maschine zu starten. Nach rund 10 Sekunden ‘Orgeln‘ sprang der alte Zossen tatsächlich an. Ein emotionaler Moment für mich! Allerdings hatte ich auch alle Vorteile auf meiner Seite. Es ist kein Winter, sondern wir hatten 25°C und ich habe außerdem noch etwas geschummelt, indem ich mit einem Heißluftföhn heiße Luft in den Ansaugtrakt blies. Hier könnt Ihr den Start sehen, denn natürlich hatte ich für diesen Moment meine Kamera bereitgestellt:
https://deref-gmx.net/mail/client/Hh2GCm6qOls/dereferrer/?redirectUrl=https://youtu.be/iYfuaizPxrY

https://youtu.be/iYfuaizPxrY

Als der Ferguson lief, nutzte ich auch gleich die Gelegenheit, die gerade aufgesetzte Hydraulik zu überprüfen. Sie funktioniert eigentlich prima, nur muss ich mal sehen, ob ich da noch etwas Feineinstellen kann, denn ich finde, der Einstellhebel ist etwas hoch wenn die Hydraulikarme ganz unten sind. Und wenn ich den Einstellhebel ganz nach unten lege, gehen die Hydraulikarme wieder nach oben. Da muss ich mich nochmal mit befassen. Auch leckt es hier gewaltig, wie Ihr an dem nächsten Bild sehen könnt. Was ich hier noch machen kann, weiß ich noch nicht, denn schließlich ist dort oben alles schon mit neuen O-Ringen versehen. Warum das Öl in dem Umfang herausdrückt, ist mir ein Rätsel... Na, mal sehen...
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Die Öffnung in der ESP ist die Wichtigste überhaupt!! Wie um alles in der Welt hast du denn die ESP aufgesetzt, ohne die Öffnung zur Einstellung zu nutzen??? Kannst du doch nur in ihr ablesen, ob der Einspritzzeitpunkt richtig eingestellt ist!? 

Grüße hometown 
 
@hometown: das ist doch nur bei der Erstinstallation von Nöten. Wenn die Pumpe schonmal dran war,  ist die Position normalerweise außen markiert. 

Ohne die Öffnung hätte die Pumpe damals nicht montiert werden können...

Wie man das Gewinde so kaputt kriegt, ist mir rätselhaft. Da muss ja nicht regelmäßig auf gemacht werden...

Der Heißkleber gefällt mir übrigens nicht so gut. Aber das ist berufsbedingt ;-) es wird vermutlich seinen Zweck erfüllen...

Die Undichtigkeit ist merkwürdig. Prüfe mal,  ob das Steigrohr lang genug ist.  Ich meine es gibt da Unterschiede. Ansonsten gibt es nur den 2. O-Ring im Rücklauf aus dem Deckel zum Hubzylinder. Set muss natürlich richtig sitzen.

Das Anspringen nach langer Standzeit ist für einen 23c nicht schlecht würde ich sagen. Die Kompression kann da schonmal nicht so schlecht sein. 

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Wenn man sicher sein kann, dass der Motor seit Abnehmen der Pumpe nicht bewegt wurde, okay. Ansonsten steht die Chance 50/50 : nur alle zwei Motorumdrehungen stimmen die Einspritzzeiten. Aufstecken könnte ich die Pumpe aber nach jeder Umdrehung... (zumindest ist das beim MF65 so)

Und wie das Gewinde ausbricht ist mir auch klar: Keine Ahnung, aus was für einem minderwertigen Aluguss das Gehäuse bei CAV gefertigt wurde. So was habe ich noch nicht gesehen - mir ist jedenfalls auch gleich eine Ecke am Montageflansch abgerissen... Das Gehäuse gibt es übrigens - wohl auch nicht ohne Grund - als Ersatzteil. 
 
... davon steht im RLF des 35ers zumindest mal nichts. Nach deren Anweisung habe ich die Pumpe montiert.  vielleicht hatten wir beide aber auch nur Glück,  wobei das statistisch ja nicht passt ;-)

Gruß Christian

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cf_84:

... davon steht im RLF des 35ers zumindest mal nichts. Nach deren Anweisung habe ich die Pumpe montiert.  vielleicht hatten wir beide aber auch nur Glück,  wobei das statistisch ja nicht passt ;-)
Hab eben mal geblättert - in meinem Handbuch vom 23C steht:

"3. Einstellmarken im Inneren der Pumpe prüfen! (Diese dürfen nicht mehr als 0,5mm nach oben oder unten von Markierung "G" abweichen)" 

allerdings steht dort auch, dass der Motor bei ausgebauter ESP keinesfalls gedreht werden darf. Das ist beim MF65 anders, da dort das Antriebsrad auch ohne aufgesteckte ESP fest in der Steuerung sitzt. 
 
Vielen Dank für Eure Inputs!

Mir wurde gesagt, dass ich die Pumpe so wieder anbauen könne, wie sie abgenommen wurde. Wichtig sei, dass die Markierung rechts vom Einfüllstutzen passt.

Zur Kompression: Kolben und Zylinder(Buchsen) sind neu. Außerdem Zylinderkopf geplant und Steuerkette neu. Dann noch die Düsen abgedrückt. Also ich hoffe, dass die Kompression stimmt. Und dazu gleich eine Frage: muss der Zylinderkopf nach ein paar Betriebsstunden nachgezogen  werden?

Und gleich noch eine Frage: das Amperemeter stand während der Motor lief, weiter auf "Null". Ich nehme an, dass ich den Generator noch magnetesieren muss. Kann mir dafür jemand eine Schritt für Schritt Anleitung für Doofe geben? Minus liegt bei mir auf Chassi.
 
die lichtmaschine lädt erst nachdem einmalig die drehzahl erhöht wurde (ca. 1200), ist zumindest bei meinen so mit neuen regler und lima...
 
Auf über 1200 U/Min. hab ich ihn auch schon gehabt. Mein Amperemeter blieb übrigens auch während des Startvorgangs auf "Null" stehen. Ist das normal? Müsste es nicht konsequenterweise eine Entladung anzeigen? 

Übrigens kann ich mir sehr gut vorstellen, warum das Gewinde an der Einspritzpumpe gebrochen ist. Aus dem Deckel leckt es bestimmt häufig und da wird dann vermutlich oft versucht, die Schrauben einfach fester zu drehen, um das Schei...Teil dicht zu bekommen. Tja, und nach fest kommt ja bekanntlich leider ab...
 
Ja, die Lima lädt ab ca. 1200U/min nennenswert. Ob man das am Amperemeter sieht, hängt auch davon ab, wie der angeschlossen ist...

Den Startvorgang sieht man auf dem Amperemeter nicht, da der Anlasserstrom natürlich nicht über den Amperemeter fließt. Das würde der nicht aushalten...Bei mir fließt aber der Spulenstrom des Magnetschalters über den Amperemeter, daher zuckt der einmal kurz beim Starten.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
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